Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren (Stand: 15.11.2018-02:53:01)

Kepler aktuell aus dem Jahr 2018 - Seite 1







Kepler-Gymnasiasten bei der Europäischen Union in Brüssel






54 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 sowie vier Lehrkräfte des Johannes-Kepler-Gymnasiums Ibbenbüren erlebten die Europäische Union (EU) in einem spannenden und informativen Seminar vor Ort in Brüssel. Sehr interessiert verfolgten die Kepleraner die Vorträge der EU-Mitarbeiter und beteiligten sich dabei immer wieder lebhaft an den Diskussionen. „Wir konnten hier vor Ort oft direkt an den Unterricht anknüpfen“, war nur eine von vielen positiven Rückmeldungen aus der Schülerschaft. Unter der Leitung der Europäischen Akademie in Bonn und begleitet von den Lehrern Tobias Mönninghoff, Peter Roeßink, Astrid Siebel und Matthias Traub machten sich die Kepler-Schüler auf den Weg nach Brüssel. Erster Anlaufpunkt war die Europäische Kommission, wo der EU-Beamte Alexander von Kampenhausen einen tiefen Einblick in den europäischen Binnenmarkt vermittelte und die Schüler mit seinem fundierten Wissen aus erster Hand beeindruckte. „Der hätte bei ´Wer wird Millionär?´ in zwei Minuten die Million gewonnen“, meinte einer der Schüler anerkennend. Neben den Vor- und Nachteilen des Binnenmarkts standen vor allem der „Brexit“ und die Folgen der Flüchtlingskrise im Mittelpunkt der viertägigen Veranstaltung. Immer wieder zeigten die EU-Mitarbeiter Insiderwissen über die Arbeitsabläufe der Europäischen Union, so auch im Europäischen Parlament und im Ministerrat. Neben dem sogenannten institutionellen Dreieck der EU besuchten die Kepleraner auch den Ausschuss der Regionen, die Landesvertretung NRW und den Wirtschafts- und Sozialausschuss. So hatten die Teilnehmer eine tolle Zeit in Brüssel, aus der sie viele wertvolle Erfahrungen mitnahmen.







Zwischenbericht von den Sporthelfern - Sportjugend NRW zu Gast






Kurz vor dem abschließenden Ausbildungswochenende bekamen die angehenden Sporthelfer am 25.01.18 offiziellen Besuch von der Sportjugend NRW. Drei Vertreter des Kreissportbundes Steinfurt informierten über Strukturen des Vereinssports und dessen landes- und sogar weltweite Organisation. Neben Theorie zu Uefa oder IOC kam aber auch die Bewegung nicht zu kurz und das anschließende Urteil der Teilnehmer*innen fiel klar aus: Daumen hoch!


Danke an Paul, Joshua und Joschka für den informativen Nachmittag!







Fotos von Nico Ahmann (9d) und Erik Schlieker (9b)



Wir danken allen, die bei der Organisation und Durchführung des Tages der offenen Tür am Freitag (19.1.2018) geholfen haben! Ob Schülerinnen oder Schüler, Eltern, Kolleginnen oder Kollegen – ihr habt alle dazu beigetragen, dass sich das Kepler-Gymnasium so zeigen konnte, wie es ist: bunt, engagiert und facettenreich. Herzlichen Dank an alle!




„Fack ju, Chaos“ – das Motto für den Klassenwettbewerb zeigt Wirkung



Wo verbringen wir alle einen Großteil unserer Zeit? Richtig, in der Schule! Sollte es dann nicht auch so sein, dass man gerne in seinen Klassenraum geht und sich dort wohl fühlt? Dass man sich um seinen Raum kümmert, ihn sauber und ordentlich hält, vielleicht sogar in besonderer Weise gestaltet, so dass er sich von anderen Klassenräumen unterscheidet? So dass man stolz auf seinen Raum sein kann und dort gerne Lern- und Erholungszeit verbringt? Das waren die Fragen, die zur Initialzündung des Wettbewerbs „Fack ju, Chaos“ führten. Ein provozierender Titel, der die Schüler aufrütteln sollte. Das Resultat zeigt: Der Plan ist aufgegangen! Ging man noch vor einigen Wochen durch die verschiedenen Klassenräume unserer Schule, wirkten viele Räume langweilig und lieblos bis gar nicht gestaltet.

Dann kamen Mitte Dezember alle Klassensprecherinnen und Klassensprecher zusammen und wurden über den Klassenwettbewerb „Fack ju, Chaos“ informiert. Schon bei diesem Treffen merkte man, dass es in den Köpfen der Klassenvertreter arbeitete! Ideen wurden gesammelt, Regeln besprochen und Absprachen getroffen. In den darauffolgenden Wochen kam es auf die eigenverantwortliche Organisationsfähigkeit aller Klassen an, denn die Klassensprecher konnten nur als Multiplikatoren der Informationen dienen. Die Klassengemeinschaft war gefordert!

Frau Grabitz, Frau Peters, Frau Schulte und Frau Tan, die Initiatoren des Wettbewerbs „Fack ju, Chaos“, waren gespannt, als sie am Mittwoch, dem 17.1.2018, zusammen mit dem Schulleiter Herrn Weiser und dem Schulhausmeister Herrn Schwaer durch die Klassenräume der Unter- und Mittelstufe gingen, um je einen Klassensieger der Unter- und Mittelstufe herauszufinden. Bei diesem Jury-Rundgang fiel direkt auf: Wenn aus einer Klasse eine Gemeinschaft entsteht, wenn viele an einem Strang ziehen und willens sind, an einem ganz eigenen Produkt zu arbeiten, kann Wunderschönes entstehen! Anhand festgelegter Kriterien vergab jedes Jury-Mitglied Punkte für die individuelle Gestaltung der Räume. Die Entscheidung war knapp. Gerade bei den 6ern und 9ern gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber am Ende standen die Siegerklassen fest, die am Montag, dem 22.1.2018, in der 2. großen Pause im PZ geehrt wurden:

In der Unterstufe hat die Klasse 6b (Raum 30) und in der Mittelstufe die Klasse 9d (R 17) gewonnen! Wir gratulieren den Siegerklassen zu ihrer besonders gelungenen Raumgestaltung, zollen aber auch den Klassen, die nur knapp zurücklagen, unseren Respekt!



Die „Planetenklasse“ der 9d (R 17) hat die Jury mit ihrer individuellen Gestaltung überzeugt.



Siegerklasse 9d (R 17)
Die 9d bekam als Siegerklasse der Mittelstufe einen Zuschuss für die Klassenkasse und nahm stolz die Urkunde entgegen.




Der Klassenraum 30 der 6b bekam von der Jury die meisten Punkte für ihre gradlinige, durch Details individualisierte Ausgestaltung.




Siegerklasse 6b: Die Klasse 6b freute sich über die Urkunde und den Preis für den schönsten Raum der Unterstufe.







Roboter erobern das Johannes-Kepler-Gymnasium



Gefördert wird die Roboter AG von der Kreissparkasse Steinfurt. Kim Wiesmann, Kundenberaterin aus der Ibbenbürener Sparkassen-Hauptstelle, überreichte jetzt eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an Christoph Lezius und die Mitglieder der AG.



"Das Kepler-Gymnasium hat Nachwuchs bekommen. Die kleinen Kerlchen bestehen aus 541 Teilen und lernen immer wieder etwas Neues dazu. Die Rede ist von Lego-Robotern. Seit kurz vor den Herbstferien treffen sich acht Schüler der Jahrgangsstufe 7 ein Mal pro Woche nach Unterrichtsschluss zur Roboter AG. Die Leitung der AG hat Christoph Lezius übernommen.
Als Erstes musste jeder Schüler aus seinem Roboter-Baukasten die passenden Stücke heraussuchen und daraus einen Roboter zusammenbauen. Danach machten sich die Schüler mit der visuellen Programmiersprache vertraut. Zunächst brachten die Schüler dem Roboter mit Hilfe der Standard-Steuerung für die Motoren bei, bestimmte Wege auf dem Boden abzufahren. Eine besonders filigrane Abstimmung der Motoren war erforderlich, wenn der Roboter an seinen Ausgangspunkt zurückkehren sollte.
Anschließend lernten die Schüler, verschiedene Sensoren des Roboters zielgerichtet einzusetzen:
Mit dem Distanz-Sensor programmierten sie den Roboter so, dass er vor Hindernissen wie einer Wand oder auch einem anderen Roboter zurückweicht. Den Farbsensor setzen sie geschickt ein, so dass der Roboter einen farbig umrandeten Bereich nicht verlässt. Nachdem das funktionierte, ließen sich die Schüler auch mit Erfolg auf die Herausforderung ein, dass sich der Roboter auf einem Tisch (ohne farbige Umrandung) frei bewegt, ohne dabei herunter zu fallen.
Mit Hilfe der Hebelsteuerung fiel es den Schülern leicht, den Roboter mehr oder weniger ausladende Schlangenlinien fahren zu lassen. In Kombination mit dem Farbsensor gelang es den Schülern dann, den Roboter so zu programmieren, dass er einer beliebigen schwarzen Linie folgt – indem er sich an ihrer Außenkante entlang schlängelt.
Abschließend werden die Schüler noch erkunden, wie die Roboter untereinander kommunizieren. Hiermit können intelligente Strategien zur Vermeidung von Kollisionen realisiert werden – oder auch ein lustiger Roboter-Tanz, bei dem ein Roboter die Kommandos gibt und alle anderen „nach seiner Pfeife tanzen", so die IVZ am 19.01.2018.






Kepler-Schüler zählen mit Wettbewerbsbeitrag zu 15 Besten
Innovatives Denken wird belohnt



Schüler des Kepler-Gymnasiums haben es beim landesweiten Schülerwettbewerb „DIGIYOU“ mit ihrem Beitrag „Schülerportal“ unter die besten 15 geschafft.





Jan Philip Frehe, Jannis Verlage und Pascal Colditz freuen sich über den Erfolg ihres Projekts „Schülerportal“ und natürlich über die 500 Euro Preisgeld.



"Viel zu kompliziert und unübersichtlich, dachten sich die Schüler. Das muss einfacher gehen. Pascal Colditz, Jannis Verlage und Jan Philip Frehe (Q1) vom Ibbenbürener Kepler-Gymnasium hatten immer wieder beobachtet, wie Lehrer und Mitschüler versuchten, eine digitale Verbindung über die verschiedensten Wege innerhalb der Kurse aufzubauen. In der Regel lief dies auf die aufwendige Einrichtung von E-Mail-Verteilern seitens des Lehrers oder die Nutzung von Filesharing-Diensten hinaus. Auf lange Sicht wurde diese Vielfalt an Plattformen für die Schüler als auch Lehrer einfach nur unübersichtlich.
Warum nicht eine einheitliche digitale Plattform für schulische Anwendungszwecke erstellen? Das Projekt „Schülerportal“ war geboren. Die AG „Project X“ am Kepler bot für die Arbeit den entsprechenden Rahmen. „Die AG ist Teil des Forderbereiches des Kepler-Gymnasiums. Projektideen, die seitens der Schüler geboren werden, finden dort Möglichkeiten zur Verwirklichung unter Begleitung von Fachlehrern“, so Paul-Georg Weiser, Schulleiter des Kepler-Gymnasiums in einer Pressemitteilung.
Das Grundkonzept: Die Lehrer müssen den Schülern Informationen und Dateien bereitstellen können, aber auch Schüler müssen die Möglichkeit haben, mit den Lehrern und ihren Mitschülern in Kontakt zu treten und Dateien zu teilen. „Dadurch, dass wir das Portal eigenständig programmieren wollten, mussten wir uns einer Reihe technischer Herausforderungen stellen. Angefangen über die einzelnen Portalfunktionen, die Gestaltung des Layouts, über die Suche eines geeigneten Servers bis hin zur Einrichtung der Upload-Funktion und vieles mehr.“


Portal geht in die Testphase


Nach fast zweijähriger Arbeitszeit ist nun eine erste Version des Portals fertig und geht am Kepler-Gymnasium in die Testphase. Der Schulleiter zeigt sich beeindruckt: „Auch wenn der Testlauf der Plattform nur sehr eingeschränkt und exemplarisch erfolgen kann, damit die Datenschutzbestimmungen nicht verletzt werden, so freut es mich, dass wir ihn realisieren können, um den Schülern die Evaluation ihres Projektes zu ermöglichen. Das heißt Prämierung und praktischer Testlauf als Lohn und Anwendung intensiver, engagierter Arbeit. Unsere besondere Anerkennung ist unseren drei Schülern jetzt schon sicher.“
Anerkennung erhielten die Schüler auch schon von anderer Seite. Beim landesweiten Schülerwettbewerb „DIGIYOU“, ausgelobt durch die NRW.Bank in Kooperation mit „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle eG“ konnten sie die zweite Runde erreichen und zählen damit bereits landesweit zu den 15 besten Beiträgen. Über die damit verbundenen 500 Euro Preisgeld freuen sich die Beteiligten sehr.
Im März findet dann das Finale in Düsseldorf statt, wo den drei besten Teilnehmern 1000 Euro winken. Die Kepleraner, insbesondere die das Projekt begleitenden Kollegen Maren Halverscheid und Christian Limbeck, drücken die Daumen."

so die IVZ am 06.01.2018




„Dem Lernen Flügel verleihen“



Das Kepler ist im Endspurt und gehört jetzt bundesweit zu den TOP 20-Bewerbern beim Deutschen Schulpreis 2018





Jetzt wollen wir hoch hinaus! Wie beim Klettern der 9er werden wir uns beim Besuch der Experten am 31. Januar und am 01. Februar 2018 anstrengen und uns gegenseitig unterstützen. Drückt uns die Daumen!



Das Johannes-Kepler-Gymnasium darf sich als eine von 20 Schulen Hoffnung auf den Gewinn des Deutschen Schulpreises machen. Unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen“ wird der Preis jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung vergeben und ist der renommierteste Preis, den deutsche Schulen egal welchen Schultyps im In- und Ausland erlangen können. Er soll andere Schulen beflügeln, in dem er Schulen mit Vorbildcharakter als „Leuchttürme in der Bildungslandschaft“ bekannt macht. Der Deutsche Schulpreis ist mit insgesamt 265.000 Euro dotiert.
In der aktuellen Runde hatten sich von einer Krankenhausschule bis zu Gymnasien und Gesamtschulen insgesamt 90 Schulen beworben. Davon wurden in einer ersten Runde von einer Vorjury 50 Schulen ausgesucht, in einem zweiten Schritt 20, die nun vor Ort besucht werden. Und dazu gehört das Kepler-Gymnasium.
Die Schule hatte nach intensiver Vorarbeit im Oktober 2017 umfangreiche Bewerbungsunterlagen eingereicht, die Informationen über die Rahmenbedingungen der Schule, das Schulprogramm, Referenzen von Schulpaten, Leistungsdaten wie Abiturergebnisse, Ergebnisse zentraler Prüfungen in der Stufe 10 und der Lernstandserhebungen in der Stufe 8 sowie die hervorragenden Ergebnisse der Qualitätsanalyse enthielten.
Kernstück der Bewerbung war ein maximal zwölf Seiten umfassendes Bewerbungsschreiben, in dem die zentrale Herausforderung der Schule und ihre Leistungen in sechs Qualitätsbereichen „Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution“ prägnant zur Geltung gebracht werden sollten. Das Kepler-Gymnasium hat sich in seiner Bewerbung im Kern auf seine zentrale Kompetenz „Seiteneinsteiger aus Haupt- und Realschulen auf dem Weg zu einem guten Abitur“ konzentriert sowie auf sein Leitziel „soziale Verantwortung“.
Die eingereichten Bewerbungsunterlagen haben die mit der Auswahl befasste Vorjury und Jury auf jeden Fall wohl so überzeugt, dass die Schule jetzt bundesweit zu den besten 20 gehört und damit in die engere Vorauswahl für den Deutschen Schulpreis gelangt ist. Die Aufnahme in den TOP 20-Kreis ist für die Schule schon eine große Auszeichnung und ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, denn unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs winken eine professionelle Beratung durch hochrangige Fachleute der Schulentwicklung, ein exklusiver Zugang zu Angeboten der Deutschen Schulakademie und die Aufnahme in ein zweijähriges Förderprogramm zur Qualitätsentwicklung, in dem sich bundesweit sehr gute Schulen austauschen und weiterentfalten können.
Am 31. Januar und am 1. Februar 2018 werden vier bis fünf Bildungswissenschaftler die Schule besuchen und sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, ob die Schule in der Praxis das lebt, was sie auf dem Papier verspricht. Des Weiteren wird ein Fernsehteam (die ARD ist Unterstützer des Schulpreises) einen Film über das Kepler-Gymnasium drehen. Sollte unsere Schule das Besuchsteam überzeugen, kann sie im Mai als eine von 15 nominierten Schulen nach Berlin fahren und vielleicht sogar einen der sechs Preise aus der Hand der Bundeskanzlerin oder des Bundespräsidenten in Empfang nehmen.
Es ist wie bei einem Filmpreis – eine Nominierung für den Preis ist per se schon sehr viel wert!


IVZ am 19.12.2017: Kepler hofft auf Deutschen Schulpreis





18-jähriger Autor Tom Huppertz: „Das ist irgendwie surreal“


Schüler schreiben Klausur über seine Kurzgeschichte






"Der 18-jährige Tom Huppertz, der sein Abitur am Kepler-Gymnasium in Ibbenbüren machte, hat mit seiner Kurzgeschichte „Der Glasbläser“ einen Wettbewerb gewonnen. Jetzt war seine Geschichte auch Gegenstand im Deutschunterricht. Kölner Schüler haben darüber eine Klausur geschrieben.
Tom Huppertz freut sich, dass sich an einem Kölner Kolleg Schüler im Unterricht mit seiner Kurzgeschichte auseinandersetzen.



"Tom Huppertz kommt die Sache irgendwie unwirklich vor. Seine Kurzgeschichte „Der Glasbläser“ ist Gegenstand einer Deutsch-Klausur in der Jahrgangsstufe 11.1 des Köln-Kollegs (Weiterbildungskolleg der Stadt Köln). Wer an Lektürelisten für die Oberstufe denkt, dem fallen gewöhnlich sehr große Namen ein. Entsprechend verblüfft nahm der 18-Jähriger Westerkappelner, der sein Abitur am Kepler-Gymnasium in Ibbenbüren machte, es zur Kenntnis. „Wenn ich daran denke, was wir in der Oberstufe gelesen haben, dann ist das irgendwie surreal“, sagt er.

„Kurzprosa im Zusammenhang mit Kommunikation“ war das Thema und Dr. Klaus Jürgen Dilewsky, Lehrer am Köln-Kolleg wollte ganz bewusst keine ausgetretenen Pfade beschreiten. Nicht Borcherts „Die Küchenuhr“ lesen. „Ich war auf der Suche nach einer Lektüre, die junge Menschen fesseln könnte.“ Ein paar entsprechende Stichworte bei Google ließen ihn das Buch „Krise“ finden, in dem die zwölf besten Geschichten des ersten Kurzgeschichtenwettbewerbs des Ibbenbürener Klaus-Münstermann-Verlags für junge Autoren veröffentlicht wurden. Das Buch, besser gesagt, ausgewählte Geschichten daraus, wurden zur Unterrichtslektüre und Tom Huppertz‘ „Der Glasbläser“ wurde Thema der abschließenden Klausur.

„Das kommt von einem Traum“

Über das Entstehen seiner Geschichte sagt Tom Huppertz: „Das kommt von einem Traum“. Mit 16 begann er zu schreiben. Nachdem er gern Videospiele gespielt habe, zu denen es auch Fantasy-Buchreihen gibt (zum Beispiel „The Witcher“ von Andrejz Sapkowski oder die „Der dunkle Turm“-Saga von Stephen King), fand er darin Inspiration. „Das könnte ich auch mal versuchen“, dachte er sich. Seiner Mutter fiel der Flyer zum Wettbewerb des Münstermann-Verlags in die Hand und machte ihn darauf aufmerksam. „Die Kurzgeschichte habe ich an einem Tag geschrieben.“ Ein Glasbläser, der einmal in einem Traum vorgekommen war, war die Quelle der Idee. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich einen Preis gewinne. Das war schon eine große Überraschung für mich.“

„Das sind endlich einmal Geschichten, die etwas mit uns zu tun haben“, referiert Dr. Dilewsky die Reaktionen seiner Schüler auf die ungewohnte Lektüre. Gefallen habe den Schülern auch, dass die Geschichten deutlich machten, dass eine Krise auch positiv wahrgenommen werden kann, als Chance. „Hat voll geklappt“, bilanziert der engagierte Pädagoge sein Unterrichtsprojekt. „Krise“, diesen Titel habe er gleich gut mit seinen Schülern in Verbindung bringen können. Er erlebe oft, dass junge Menschen nicht wüssten, wie es nach der Schule weitergehen soll. „Da passt die Geschichte `Der Glasbläser` gut. Sie malt durch ihre Sprache und Dichte Gedankenbilder im Kopf“.

Inzwischen endete bereits der zweite Autorenwettbewerb des Münstermann-Verlags und für den Lehrer steht bereits fest: „Auch den zweiten Band der jungen Autoren werden wir behandeln.“ Klaus Jürgen Dilewsky ist ganz begeistert: „Junge Menschen sind neugierig auf ein Buch, welches es noch gar nicht gibt, toll oder?“

Die Geschichte des Glasbläsers dreht sich um einen Mann mittleren Alters, der seine Arbeit verliert, damit einen Teil seiner Identität, seine Frau verlässt ihn, aber das Ende der Geschichte ist offen und positiv.

Berufswunsch Verlagsarbeit

Im Dialog mit dem Glasbläser entwickelt der Mann neue Zuversicht. Während des Dialogs arbeitet der Glasbläser und zerstört zwischendurch immer wieder seine wunderbaren Glaskreationen, um aus der Glasmasse etwas Neues zu schaffen. Bis er schließlich sagt: „Du hast verstanden.“ „Was habe ich verstanden?“, will der Mann wissen. „Du bist das Glas, der Ofen ist die Welt und ich bin dein Wille“, erläutert ihm der Glasbläser.

Tom Huppertz plant ein Studium. Richtung Literaturwissenschaften. Am liebsten will er später in die Verlagsarbeit gehen. „Editing“ könne er sich vorstellen. Schreiben will er natürlich weiterhin. „Muss ich ja auch“, sagt er. Schließlich hat er bei dem Wettbewerb einen Buchvertrag gewonnen. Eine konkrete Idee dafür hat er schon: „Philosophische Fantasy. Es geht um Freiheit.“

Aber erst einmal geht es auf Backpacker-Reise nach Japan. Wenn er von dort zurück ist, will er täglich ein bis zwei Stunden schreiben, damit das Buch vor Studienbeginn fertig ist."- so Cornelia Ruholl in der IVZ am 04.01.2018

Anmerkung: Tom Huppertz gehört zum Abiturjahrgang 2017!




Erfolg bei der Mathematik-Olympiade in Rheine


Viele Kepler-Mathematikasse geehrt!




Vier Ibbenbürener Schüler erhielten Urkunden und Preise in der Stadtsparkasse in Rheine aufgrund sehr guter Leistungen bei der Kreisrunde der Mathematik-Olympiade: Alessio Giarrana, Leon Hoffmann, Felix Lublinski und Marie Henkel, alle Johannes-Kepler Gymnasium.



Nachdem im November über 350 Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 12 aus dem Kreis Steinfurt in der zweiten Runde der Mathematik-Olympiade an kniffeligen Klausuraufgaben tüftelten, wurden am Donnerstag vor Weihnachten die 58 besten dieser Schüler in der Stadtsparkasse Rheine geehrt.

Zu diesen erfolgreichen Nachwuchsmathematikern gehörten als einzige Ibbenbürener auch vier Schüler vom Johannes-Kepler Gymnasium, berichtet stolz die Mathematiklehrerin Christiane Glöckner. Sie erhielten vom stellvertretenden Landrat des Kreises Steinfurt Bernhard Hembrock und von Stefan Frenzer, Vertreter des Vorstandes der Sparkasse Rheine, stolz ihre Urkunden und Preise.

Aus dem 6. Jahrgang erzielten Felix Lublinski, Leon Hoffmann und Marie Henkel einen hervorragenden zweiten Preis. Alessio Giarrana aus der Klasse 7a erreichte ebenso einen zweiten Preis, jedoch mit einer so hohen Punktzahl, dass er sogar ins Reserveteam der Landesmannschaft berufen wurde.

Die Preisträgerin Marie Henkel war vor allem begeistert von der „Weihnachtsaufgabe“ des Trainings-AG-Teams: Für alle, die sich zu Weihnachten einen Computer wünschen, wurde ein interessantes Ansparmodell vorgestellt, das man den Eltern nahelegen solle. Am 1. Dezember einen Cent zur Seite legen, am 2. Dezember dann 2 Cent und am 3. Dezember sowie an allen folgenden Tagen bis Heiligabend solle die Summe verdoppelt werden. Die anwesenden Schüler benötigten nicht lange, um herauszufinden, dass der so angesparte Betrag für eine PC und noch einiges mehr reicht. Am 24. Dezember hätte man 2 mal 2 mal 2 … mal 2 = 223 Cent zusammen, das wären über 8 Mio. Cent, nämlich genau 83 886,08 Euro – das sollte reichen! Wenn also die Eltern nicht so „auf Zack“ seien wie die anwesenden Schüler, dann ließe sich da so mancher Wunsch erfüllen, schmunzelte der Vortragende.

Die Ergebnisse unserer weiteren Kepler-Schüler/innen:
Einen 3. Preis erzielten Henrik Alexander Heidrich (6a), Konstantin Gorenflo (7c), Aaron Feldkötter (7c), Leonhard Gorenflo (8d), Leon Otte (9d) und Jule Tenberg (EP).
Eine Anerkennungsurkunde erhielten Theresa Broghammer (6a), Charlotte Willmann (6b), Sarah Egbert (6d), Luca Broghammer (9b), Noah Kleine-Katthöfer (9d) und Marvin Zimmermann (EP).

Herzlichen Glückwunsch!



In der kurzweiligen Feierstunde gab es auch Gelegenheit, die erworbenen Preise bei kleinen Leckereien zu erkunden.
Zum IVZ-Bericht am 10.01.2018









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