Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren (Stand: 15.11.2018-03:09:56)

Kepler aktuell aus dem Jahr 2018 - Seite 6





Elternschaft drängt auf Einsicht in aktuelle Planungen zur Kepler-Erweiterung
„Geben Sie Raum zum Lernen“


„Es geht überhaupt nicht weiter, man wird vertröstet und vertröstet. Und wir sehen, was die Schule für Schwierigkeiten hat“, sagt Hubert Winkelsett, Vorsitzender der Schulpflegschaft des Johannes-Kepler-Gymnasiums Ibbenbüren, auf Anfrage unserer Zeitung. In der jüngsten Ratssitzung in der vergangenen Woche (16. Mai) hatte er im Namen der Elternschaft einen Katalog von Fragen an die Stadt vorgetragen.


Foto: Cornelia Ruholl


Die Elternvertreter des Kepler-Gymnasiums betonen die Dringlichkeit der geplanten Erweiterung und drängen auf Einsicht in Planungen und Termine. „Wir, die Elternvertreter fordern die Einsicht in die aktuellen Planungen und Termine. Wir möchten auch informiert sein, da wir mit der Elternschaft kommunizieren“, so Winkelsett. Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer versprach, er wolle „den Diskussionsprozess aufrechterhalten“. Konkret habe die Verwaltung vorgesehen, eine Begleitgruppe aus Schulleitung sowie Vertretern der Eltern- und Schülerschaft sowie der Fraktionen zu bilden, die je nach Baufortschritt eingeladen werden soll, teilte die Verwaltung mit. In Kürze werde die Erste Beigeordnete Cornelia Ebert ein Gespräch mit der Schulleitung über die Kommunikation für das Bauvorhaben führen. Einen ersten Termin für eine Zusammenkunft der Begleitgruppe gebe es heute noch nicht. „Ich habe bisher noch nichts wieder gehört“, sagt Hubert Winkelsett. In der Ratssitzung richtete er einen Appell der Eltern an die Ratsmitglieder: „Geben sie unseren Kindern den Raum zum Lernen“.

„Bildung braucht Raum zur Entfaltung“

Bei der Preisverleihung Deutscher Schulpreis in Berlin habe sich bei allen Siegerschulen herausgestellt: „Bildung braucht Raum zur Entfaltung, Raum für Kreativität, Raum für Bildung und für vieles mehr. Dabei ist mir sofort unser Raumproblem am Kepler in den Sinn gekommen. Warum gibt man uns nicht diesen Raum bzw. Räume? Wir müssen mit einer Beschränkung leben“, machte Winkelsett die Dringlichkeit der Maßnahme deutlich. Kritik übte der Elternvertreter auch am beschlossenen Raumprogramm, das auf eine dreizügige Sekundarstufe I und eine sechszügige Sekundarstufe II ausgelegt wurde. – „Warum?“ Es sei davon auszugehen, dass sich die Zusammenarbeit der Ibbenbürener Schulen insbesondere im Bereich der gymnasialen Oberstufe weiter verstärken werde, um ein zeitgemäßes Fächerangebot zu bieten.
Ein Großteil der aus den Haupt- und Realschulen in die Oberstufe wechselnden Schüler wähle aufgrund der seit Jahren bestehenden Erfolge das Kepler. Dies sei unter anderem durch den geteilten dritten Platz im Rahmen des deutschen Schulpreises 2018 bestätigt worden. „Im Rahmen der Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium und der Gesamtschule trägt das Kepler die Hauptlast“, sagte Winkelsett. Er wollte wissen, welche Vorgaben für die Verwaltung oder das Planungsbüro diesem Umstand auch räumlich gesehen Rechnung tragen. Für völlig falsch halten die Elternvertreter es, das Kepler-Gymnasium, das Goethe-Gymnasium und die Gesamtschule als Konkurrenz zu sehen. Winkelsett fragte: „Ist die Entscheidung des Schulträgers dieser drei Schulen für eine Verkleinerung des Erweiterungsbaus des Kepler-Gymnasiums aus Konkurrenzschutzüberlegungen getroffen worden? Wenn nein, welche sachlichen Gründe sprechen für die Entscheidung, die räumlichen Möglichkeiten für eine zeitgemäße gemeinsame Oberstufe am Schulstandort Ibbenbüren zu verringern?“

Container-Lösung nicht ausreichend

Die Vorstellungen von Schule, auf deren Grundlage der Anbau am Kepler-Gymnasium geplant wurde, seien nach Auffassung der Eltern „aus der Vergangenheit“. Individualisierter Unterricht, Inklusion, Integration, Förderung von Defiziten und Begabungen ließen sich nicht bei unzureichendem Raumangebot erfüllen, geschweige denn Nachmittagsunterricht, AGs und Weiteres: „Vergibt sich die Stadt als der Schulträger nicht den Schritt in eine zukunftsorientierte Schullandschaft, wenn sie den Anbau bewusst auf eine geringere Zügigkeit auslegt?“
Das Kepler gehe erneut 10-zügig in die Oberstufe, zudem gebe es die Kooperationen mit dem Goethe und mit der Gesamtschule. „Inwieweit ist G9 in diesen Plänen schon eingearbeitet“, lautete eine weitere Frage der Elternschaft. „Warum schaut man nicht auf die aktuelle Entwicklung der Schülerzahlen? Es sei derzeit „nicht abzusehen, dass die Zügigkeit kleiner wird, vor allem nicht in der Sekundarstufe II“.
Dass die Ende 2014 beschlossene und 2016 zur Fertigstellung vorgesehene Kepler-Mensa erst zusammen mit dem Anbau realisiert werden soll, mache zwar betriebswirtschaftlich Sinn. Aber: „Welche Übergangslösung wird geschaffen? Die momentane Lösung in den Containern ist nicht ausreichend.“

so Cornelia Ruholl in der IVZ vom 25.05.2018



Maßnahmen zur Einkommens- und Bildungsverbesserung
Die Hilfe kommt in Nepal an



Foto: Franziska Wirtz-Königshausen

Die Kinder in Lamidanda beantworten einen Brief von Schülern des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Das Foto zeigt, wie mit wenigen Maßnahmen (Holzfußböden mit Filzbelag, transparente Dachteile) ein „Wohlfühl-Klassenzimmer“ für die Kinder entstanden ist. IBBENBÜREN. Die Jahreshauptversammlung des Nepalschulvereins Lamidanda e.V. lebte von den Reiseberichten der Mitglieder, die in den Osterferien in Nepal unterwegs waren, um die verschiedenen Projekte, die vom Verein unterstützt werden, zu besuchen. In eindrucksvollen Bildern wurden die einzelnen Stationen auf der Trekking-Route durch das ländliche Nepal vorgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. So konnten die Fortschritte in den Partnerschulen in Lamidanda und Milim und in den verschiedenen Projekten zur Einkommensverbesserung aufgezeigt werden.
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie positiv sich unsere Projekte entwickelt haben“, fasst die Vereinsvorsitzende Franziska Wirtz-Königshausen die Erlebnisse der Reise zusammen. Konkret geht es bei diesen Projekten zur Einkommenssicherung um den Anbau und die Vermarktung von Kardamon, den Aufbau von Ziegenzuchten und die Vermarktung von Honig mit dem Ziel, der Landflucht entgegenzuwirken. Insbesondere die vom Nepalverein finanzierte Ausbildung von 80 Maurern und Schreinern sei ein voller Erfolg: Alle Handwerker finden jetzt, in der Aufbauphase nach den Erdbeben, verlässliche Arbeit. Die Erfolge bei diesen Maßnahmen und die Bildungsprojekte sollen im nächsten Jahr fortgeführt und ausgeweitet werden. Dazu haben die stimmberechtigten Mitglieder auf der Vereinsversammlung mehrere Beschlüsse gefasst. So soll unter anderem das Programm zur Ziegenzucht ausgeweitet und die Bauern beim Kardamon-Anbau weiter unterstützt werden. Seit dem Erdbeben von 2015 erbringt das Kleinwasserkraftwerk nicht mehr die volle Leistung, daher soll auch hier finanziell ausgeholfen werden. Das Erdbeben und die damit einhergehenden Folgen sind auch dafür verantwortlich, dass die Schülerzahlen der vom Johannes-Kepler-Gymnasium unterstützten Schule in dem Dorf Lamidanda stark rückläufig sind. In Absprache mit den Dorfbewohnern und den nepalesischen Partnern soll der Schulstandort daher nur bis Klasse zwei fortgeführt werden. Eine neue Möglichkeit zur Unterstützung bietet eine Sekundarschule im benachbarten Lapsibod. Da die Förderung und der Ausbau von Bildung im ländlichen Nepal ein zentrales Anliegen des Vereins ist, haben sich die Mitglieder für eine Unterstützung dieser Schule ausgesprochen.
Interessierte und Unterstützer des Vereins sind zu einem Bildervortrag über Trekking in Nepal, Landschaft, Kultur und die Möglichkeiten von Entwicklungszusammenarbeit am 7. Juni um 19 Uhr im Johannes-Kepler-Gymnasium eingeladen. (Brigitte Bösing)


Jede Menge Lob für Finalisten
Schulpreis: Kepler-Gymnasium fährt ohne Trophäe nach Hause


von Linda Braunschweig
"Bis ins Finale, aber nicht weiter: Bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises am Montagmittag im Berliner „ewerk“ ist das Johannes-Kepler-Gymnasium leer ausgeangen. Dennoch stand für Schulleiter Paul-Georg Weiser nach der Preisverleihung die positive Erfahrung im Vordergrund, es beim höchstdotierten Preis für gute Schulen in Deutschland unter die 15 Finalisten geschafft zu haben. Die Schule erhält einen Anerkennungspreis in Höhe von 5000 Euro und nimmt über zwei Jahre am Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teil."


Foto: Max Lautenschläger/Robert Bosch
Das Kepler-Gymnasium zählte zu den 15 Finalisten des Deutschen Schulpreises.


"In der Endrunde um fünf zweite Preise trat das Kepler-Gymnasium gegen zwei weitere nominierte Schulen aus Frankfurt und Bremen an. Der Gewinn in Höhe von 25000 Euro ging an die Gesamtschule Bremen-Ost. Den mit 100000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald.
Die Sender rbb und Phoenix übertrugen die Preisverleihung live. Wie die übrigen Finalisten hatte die 15-köpfige Kepler-Delegation – mit regenbogenfarbenen Schals um den Hals – im Publikum Platz genommen. Im Porträt der Schule hob die Jury vor allem das „ausgeklügelte System für Quereinsteiger“, die HR-Klasse, hervor und betonte, dass Schüler von Haupt- und Realschulen am Kepler-Gymnasium „überdurchschnittlich gut durchs Abitur“ kämen. Kunst sei allgegenwärtig und das Gymnasium habe sich in der Region einen Namen gemacht: „Eine exzellente Schule, auf die man gerne geht.“

5000 Euro als Anerkennung

Auch ohne Preis sind die Teilnahme und der Sprung ins Finale ein Gewinn für die Schule – das hatten Schulleitung und Lehrer zuvor immer wieder betont, denn: Alle Finalisten nehmen am Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teil. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil, erklärt die Robert-Bosch-Stiftung, die den Preis seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung vergibt. Alle nominierten Schulen erhalten zudem Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5000 Euro.
Auch wenn es bei den mitgereisten Schülern und Lehrern ein paar enttäuschte Gesichter gab, freute sich Schulleiter Weiser darüber, dass die Jury das Kepler-Gymnasium „in einem so erlauchten Kreis von Schulen“ gesehen hatte. Weiser betonte auch, dass viele der übrigen Finalisten Inklusion als Schwerpunkt haben. „Das war immer wieder ein Thema.“ Eine „normale“ Schule habe da eben ihre Grenzen, zumal wenn sie wie das Kepler-Gymnasium „um jeden Quadratmeter kämpfen“ müsse. Aber: „Wir sind hinreichend gelobt worden.“ Und schon jetzt gebe es erstes Interesse anderer Schulen, das Kepler-System kennenzulernen. Insgesamt erlebte die Kepler-Delegation zwei schöne Tage in Berlin, so Weiser. Die Verleihung im „ewerk“ bezeichnete er als „beeindruckend“.

„Tolle Teamleistung“

Spannung herrschte während der Preisverleihung auch in der Kepler-Sporthalle. Schüler und Lehrer verfolgten dort beim Public Viewing die Fernseh-Übertragung. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen. „Wir haben den Dritten gemacht“, lautete ein Kommentar. „Ein Riesengewinn“ sei die Nominierung der Schule, so Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, der zur Delegation in Berlin zählte. „Das Kepler gehört zu den 15 besten Schulen in Deutschland! Tolle Teamleistung“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.
Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) überreichte den Hauptpreis und hielt die Laudatio. Angesprochen auf ihre Schulzeit in Ibbenbüren sagte Karliczek, die das Goethe-Gymnasium besuchte, schmunzelnd: „Ich war bei der Konkurrenz.“
Der Deutsche Schulpreis ist der höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Seit dem Start haben sich 2000 Schulen beworben."
so Linda Braunschweig in der IVZ am 15.05.2018



Public Viewing in der Kepler-Sporthalle



Foto: Nico Ahmann


„Das ist ja hier wie beim ESC!“ – Mit diesen Worten begrüßte Ralf Hankwitz die gut 1000 Kepleraner, die allesamt am 14. Mai 2018 um 11.45 Uhr zum Public Viewing in die neue Kepler-Halle gekommen waren. Die Stimmung, die in der Halle herrschte, konnte durchaus mit dem Eurovision Song Contest (ESC) verglichen werden. Schulleiter Paul-Georg Weiser war mit einer Delegation von Schülern, Kollegen, Eltern, Förderverein und Bürgermeister nach Berlin gefahren, um das große Event der Schulpreisvergabe zu erleben. Voller Spannung sahen alle Zuschauer gebannt auf die übergroße Leinwand, auf der die Fernseh-Übertragung eingeblendet wurde. Um 12.15 Uhr wurde es dann auf einmal ganz ruhig. In einem Film wurde das Kepler-Gymnasium kombiniert mit zwei weiteren Schulen präsentiert. Ihm wurde das Prädikat „exzellente Schule“ verliehen, besonders im Hinblick auf sein Oberstufenkonzept und seine Leistungen im künstlerischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Die Enttäuschung war durchaus zu spüren, als um 12.38 Uhr klar war, dass das Kepler nicht weitergekommen war. Um 13.10 Uhr bündelte sich nochmal alle Konzentration, als der diesjährige Sieger des Deutschen Schulpreises verlesen wurde. Zwar gab es einige betrübte Gesichter, weil die Schule nicht mit einem der ersten Preise belohnt wurde, aber im Nachhinein ist sich die gesamte Schulgemeinschaft einig, dass es ein großer Erfolg ist, zu den 15 besten Schulen Deutschlands zu gehören. Und das Erlebnis des Public Viewing – zusammen mit gut 1000 Kepleranern die Liveübertragung von Berlin verfolgt zu haben - wird jeder einzelne wohl nicht so schnell vergessen!



Unsere Delegation vor dem ewerk in Berlin



Foto: Christel Schrieverhoff


Zur Delegation gehörten: Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Schulleiter Paul-Georg Weiser, stellv. Schulleiter Christoph Hagel-Grüner, Nico Bahlmann, Margret Hövermann-Mittelhaus und Hans-Dieter Mönninghoff als Lehrervertreter, Dr. Dietmar Frey als Vorsitzender des Kepler-Fördervereins, Hubert Winkelsett und Annica Liebermann als Vertreter der Elternschaft, die Schülersprecher Moritz Mohr und Philip Schönfeld, Mariele Barkmann, Nikol Bertram, Franziska Klassen, Laura Lehmkuhl als weitere Schülervertreter



Schulpreis: Sonntag geht‘s für die Kepler-Delegation nach Berlin
Spannung am Gymnasium steigt / Verleihung am Montag


von Linda Braunschweig
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin: Am Johannes-Kepler-Gymnasium steigt die Spannung. Die Schule zählt zu den 15 Kandidaten im Finale um den Deutschen Schulpreis, der am Montagmittag in Berlin vergeben wird. Schon am Sonntag reist eine 14-köpfige Delegation bestehend aus Schülern, Lehrern, der Schulleitung, Vertretern der Elternschaft und des Fördervereins in die Hauptstadt. Am Montag stößt dann auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer dazu.


Foto: Linda Braunschweig


Sie sind am Montag bei der Preisvereleihung dabei: (v.l.) Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Annica Liebermann (Schulpflegschaft), Paul-Georg Weiser (Schulleitung), Margarete Hövermann-Mittelhaus (Lehrerin), Hubert Winkelsett (Schulpflegschaft), die Schüler Moritz Mohr, Philip Schönfeld und Laura Lehmkuhl sowie Lehrer Hans-Dieter Mönninghoff, Franziska Klassen, Mariele Barkmann (Schülerin), Christoph Hagel-Grüner (Schulleitung) und Schülerin Nikol Bertram. (Nicht auf dem Foto, aber dabei: Dr. Dietmar Frey und Nico Bahlmann)

IBBENBÜREN. Gemeinsam wird die Delegation die Preisverleihung erleben, die am Montag um 12 Uhr im „ewerk“ beginnt. Zeitgleich wird es im Kepler-Gymnasium ein Public-Viewing für die komplette Schülerschaft geben. Vergeben wird der Preis von der Robert-Bosch- und Heidehof-Stiftung. Der Hauptpreis ist mit 100000 Euro dotiert, weitere 200000 Euro verteilen sich auf die Plätze zwei bis fünf (wir berichteten).
„Wir sind gespannt auf den Tag, bleiben aber realistisch“, sagt Schulleiter Paul-Georg Weiser. Es sei schwer einzuschätzen, welche Schwerpunkte bei der Preisverleihung gesetzt würden.
Für Schülersprecher Moritz Mohr ist es „eine Ehre dabei zu sein“ und eine „tolle Rückmeldung für die Schule“. Schon bei der Nominierung hatten die Initiatoren der Bewerbung, die Lehrer Cornelia Bahlmann, Margarete Hövermann-Mittelhaus und Hans-Dieter Mönninghoff sowie Konrektor Christoph Hagel-Grüner, betont, dass die Schule eigentlich damit bereits gewonnen habe. Denn die Aufnahme in die Finalisten-Runde bedeutet für das Kepler-Gymnasium, in einen steten Austausch mit anderen innovativen Schulen treten zu können. „Das wird die Schulentwicklung unglaublich befruchten“, ist sich Mönninghoff sicher. Schon im November beginnt der Austausch der Schulen mit einem ersten Workshop. Die Laudatio auf die Sieger hält Bildungsministerin Anja Karliczek.
Bürgermeister Schrameyer zollte der Schule schon jetzt Respekt dafür, die umfangreiche Bewerbung „neben dem normalen Wahnsinn“ gestemmt zu haben. „Das war schon eine tolle Teamleistung und ich würde mich freuen, wenn es noch zu mehr reichen würde, aber die Finalrunde ist schon ein Meilenstein“, so der Verwaltungschef, der für die Einladung nach Berlin gerne seinen Terminkalender am Montag freigeschaufelt hat. Anfang Februar hatte eine Jury die Schule besucht und sich ein Bild vor Ort gemacht. Ende März stand dann fest, dass das Kepler-Gymnasium zu den 15 Finalisten zählt. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, die vielen sozialwissenschaftlichen Leistungskurse und die hohe Quote von Haupt- und Realschülern, die am Kepler-Gymnasium das Abitur erreichen, hatte die Juroren besonders beeindruckt. Die Preisverleihung wird von 12 bis 13.15 Uhr live auf Phoenix und RBB übertragen.
Linda Braunschweig in der IVZ am 11.05.2018



Schüler-Kunstwerke im Rathaus zu bewundern
Nachdenkliches aus dem Bergwerk



Freuten sich, dass die Ausstellung „Kunst trifft Bergbau“ jetzt im Ibbenbürener Rathaus zu sehen ist (v.l.): Christoph Hagel-Grüner, stellv. Schulleiter des Kepler-Gymnasiums, die ehemalige Kepler-Schülerin Melissa Hermann, Kunstlehrerin Evelyn Renken, Laura Woolfenden und Silke Hilscher-Millich vom Stadtmarketing, Monika Balter von der RAG und Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. Foto: Holger Luck

-hl- IBBENBÜREN. Nach dem Gastspiel im Recker Rathaus ist die Wanderausstellung „Kunst trifft Bergbau“ am Montag nach Ibbenbüren zurückgekehrt. Passend zur Landeskirchschicht am 27. Mai sind die 46 Kunstwerke, darunter auch die Motive des aktuellen Knappenkalenders, jetzt im Foyer des Ibbenbürener Rathauses zu bewundern. Geschaffen wurden sie von Schülern dreier Kunst-Grundkurse aus zwei Jahrgangsstufen des Kepler-Gymnasiums.
Am Anfang war das Foto. Viele davon. Motive, die die Schüler bei Zechenbesuchen selbst fotografiert hatten. Unter Tage und über Tage. Im Stollen, bei der Grubenwehr, auf der Grubenbahn oder in der Kohlenwäsche. Im Mittelpunkt immer Menschen, meistens bei der Verrichtung ihrer Arbeit, manchmal aber auch zur Ruhe kommend, im Kreis der Kumpel, nachdenklich.
Angeleitet von Kunstlehrerin Evelyn Renken und in der Auseinandersetzung mit den Techniken der Künstler Christian Boltanski und Gerhard Richter wurden die entstandenen Fotografien im nächsten Schritt des künstlerischen Schaffensprozesses übermalt. Mal abstrakt mit Verwischungen, mal hyperrealistisch mit kräftigen Farben, immer aber mit dem Ergebnis, dass der Blick des Betrachters auf bestimmte Details gelenkt wird. Fotografie und Malerei in aussagekräftiger Symbiose.
Ganz hervorragend ist es den kreativen Kepler-Schülern unter anderem gelungen, die Abschiedsstimmung der Kumpel angesichts des nahenden Bergbauendes zum Ausdruck zu bringen. Ein häufig zu entdeckendes Sujet sind zum Beispiel Bergleute, die dem Betrachter den Rücken zukehren oder sich aus dem Bild entfernen. Das „Schichtende“, künstlerisch auf den Punkt gebracht. Auch RAG-Mitarbeiterin und Kunstexpertin Monika Balter zeigte sich von der Ausdruckskraft der Kunstwerke beeindruckt: „Die Bildauswahl hat schon frischen Wind in den Knappenkalender gebracht, und in ihrer Gesamtheit ist diese Ausstellung ein zeitgeschichtliches Dokument.“
Bis zum 31. Mai bleibt die Ausstellung „Kunst trifft Bergbau“ im Ibbenbürener Rathaus. Danach wird sie in Mettingen, Riesenbeck und Hopsten zu sehen sein. Möglicherweise gibt es 2019 einen weiteren Termin im Kreishaus Steinfurt. Sie arbeite daran, meinte Laura Woolfenden, Projektleiterin „schicht:ende“ beim Stadtmarketing. Wenn alle Gastspiele durch sind, sollen die Kunstwerke im Kepler-Gymnasium einen Ehrenplatz erhalten, versicherte der stellvertretende Schulleiter Christoph Hagel-Grüner: „Die Bilder dokumentieren regionale Bergbaugeschichte, sind aber vor allem ein Teil unserer Schule.“
so Holger Luck in der IVZ am 08.05.2018



Jede Menge Tanz, Musik und Zuschauer bei den „Tanzenden Schulen“ am Kepler




Was war am Samstag, dem 05.Mai 2018, ab 14 Uhr bloß los, dass sich derart viele Menschen trotz des traumhaften Wetters in der neuen Kepler-Halle aufhielten?
Der Landeswettbewerb der Schulen NRW im Sportbereich Tanzen fand in Ibbenbüren am Kepler-Gymnasium statt. Es gab Mannschaftswettbewerbe im Paar- und Formationstanz der WK II und WK III. Insgesamt waren 21 Mannschaften aus Bornheim, Herford, Paderborn, Herten, Nieheim, Bochum, Euskirchen, Herdecke und natürlich aus Ibbenbüren genannt. Der Einmarsch aller Mannschaften zu Musik wirkte eindrucksvoll und nicht nur bei der Kepler-Mannschaft der WK II kam nach der Begrüßung durch die Turnierleitung Spannung auf, als es in den ersten der zwei Durchgänge im Standard- und Formationstanz ging. Die Kepler-Tanzpaare (Adrian Frey (Q2) und Julie Wach (Q1), Nicolas Meyring (Q2) und Pauline Lampe (9b) und Tom Janik und Johanna Hellmann (beide 9d) mussten sich innerhalb der Standardtänze Langsamer Walzer, Cha Cha, Jive und als Wahltanz Quickstepp der harten Konkurrenz stellen. In allen Durchgängen tanzten jeweils fünf Paare auf der WK II-Tanzfläche. Die Bewertungsrichter begutachteten die Haltung, die Technik und natürlich das Rhythmusgefühl der Tänzer. Schnell war klar, dass wir gegen die professionell wirkenden Mannschaften aus Bornheim (Team A und B) und Herford keine Chance haben würden. Bei der abschließenden Siegerehrung mussten sich die Keplertänzer hinter den genannten Mannschaften und dem Goethe-Gymnasium mit dem 5. Platz zufriedengeben, aber der Turnierleiter Jürgen Lobert fand charmante Worte für die Kepler-Mannschaft, indem er sagte, als Ausrichter eines solchen Wettbewerbs sei es definitiv ein Zeichen von Anstand, den Gästen die vorderen Ränge einzuräumen. Die sechs Schülerinnen und Schüler des Kepler-Gymnasiums waren im Nachhinein einhellig der Meinung, dass es Spaß gemacht hatte, bei den „Tanzenden Schulen“ aktiv dabei gewesen zu sein, und sie planen jetzt schon, wie sie sich fürs nächste Jahr vorbereiten können, um eventuell einen der vorderen Plätze zu ergattern. Danke für das Engagement aller Beteiligten!


Zum Bericht von Brigitte Striehn in der IVZ am 07.05.2018








Erhitzte Debatte im Düsseldorfer Landtag
Kepler-Schüler erleben Politik vor Ort




92 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase wollten am Mittwoch, dem 25. April 2018, im nordrhein-westfälischen Landtag Politik live erleben. Sie wurden begleitet von ihren Lehrern im Fach Sozialwissenschaften Dr. Gerold Heuger, Astrid Siebel und Jan Weidner. Nach einem Kurzvortrag über die Arbeitsweise des Landtags verfolgten die Schülerinnen und Schüler im Plenarsaal aufmerksam eine äußerst lebendige Debatte zum Thema Integration von Flüchtlingen.
In einer anschließenden Diskussion mit den Abgeordneten Frank Sundermann und Michael R. Hübner (SPD) hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Thematisiert wurden u.a. die Veränderung der Parteienlandschaft im Landtag NRW und die unterschiedlichen Positionen innerhalb der SPD. Vor der Rückfahrt nach Ibbenbüren ging es – auch wichtig! – auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen in die Landtagskantine. „Insgesamt haben wir viel Neues erfahren“ – so das Fazit einer Teilnehmerin.




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