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Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren
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•intern•

 
Vorwort

Leitsatz 1:
Soziale Verantwortung

Leitsatz 2:
Erziehung

Leitsatz 3:
Unterricht

Leitsatz 4:
Schulleben

Leitsatz 5:
Zusammenarbeit

Leitsatz 6:
Kooperation

Leitsatz 7:
Öffentlichkeitsarbeit

Leitsatz 8:
Innovation

1.3.4 Latein


1. Unterschiedliche Lateinlehrgänge am Johannes-Kepler-Gymnasium


Das Fach Latein wird am Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren in drei verschiedenen Lehrgängen unterrichtet, und zwar in Kursen oder Klassen ab Klasse 6 (L6) und ab Klasse 8 (L8)[fortgeführte Fremdsprache] sowie ab der Jahrgangsstufe 10 / Einführungsohase (Ln)[neu einsetzende Fremdsprache]. Jeder dieser Lehrgänge kann – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise – zum Latinum führen, das für eine Vielzahl von Studiengängen eine wesentliche Voraussetzung bildet.


1.1 Latein als zweite Fremdsprache (ab Klasse 6)

Spätestens in der Mitte des 5. Schuljahres wird es Zeit, sich über die Wahl der zweiten Fremdsprache Gedanken zu machen. Diese Wahl wird durch umfassende Information der Eltern und der Schüler erleichtert, indem die Lateinlehrer des Johannes-Kepler-Gymnasiums ein Faltblatt zur Wahl der zweiten Fremdsprache herausgeben, damit die Wahlentscheidung wohlbegründet getroffen werden kann. Zudem wird an einem Informationsabend vor der Wahlentscheidung von einer Kollegin oder einem Kollegen das Fach Latein den Schülern und ihren Eltern vorgestellt und auf anstehende Fragen eingegangen.

In der Lehrbuchphase des Kurses L6 arbeiten wir mit dem Lehrbuch „Cursus N“. Ein Vorteil dieses Buches ist es, dass ergänzend zum Lehrbuch eine Fülle von didaktisch aufbereitetem Begleit- und Übungsmaterial zur Verfügung steht, das im Bedarfsfall z.B. für zusätzliches Üben oder auch Nachhilfe eingesetzt werden kann. Die FachlehrerInnen geben hierzu gerne weitere Auskünfte.

Zudem besteht die Möglichkeit, einen digitalen Vokabeltrainer (AZ6-1) zu erwerben. Für diesen Vokabeltrainer stehen alle Vokabeln - nach Lektionen wie im Lehrbuch geordnet - als kostenlose Importdatei als Download auf unserer Homepage zur Verfügung. Auch hierzu geben die FachlehrerInnen gerne weitere Auskünfte, z.B. bzgl. der Zugangsdaten.


1.2 Latein als dritte Fremdsprache (ab Klasse 8)

Für Schüler, die Latein nicht als zweite Fremdsprache gewählt haben, bietet sich in der Jahrgangsstufe 9 die Möglichkeit, im Rahmen des Differenzierungsbereiches II Latein als dritte Fremdsprache zu wählen. Auch hierzu gibt es zu Beginn des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 8 eine Informationsveranstaltung für alle betroffenen Schüler und Eltern, in der eine Kollegin oder ein Kollege das Fach Latein vorstellt, damit die Wahlentscheidung begründet getroffen werden kann. An dieser Stelle besteht die letzte Möglichkeit, einen Lateinlehrgang zu wählen, der ohne einen gesonderte Prüfung zum „Latinum“ führt.

In der Lehrbuchphase des Kurses L8 wird mit dem Lehrbuch „Latinum“, Ausgabe B gearbeitet, das den Bedürfnissen von Schülern, die bereits Kenntnisse in zwei Fremdsprachen haben oder älter sind, durch eine andere Konzeption gerecht wird. Latinum führt in 28 Lektionen in die lateinische Sprache ein und versetzt die Schüler in die Lage, nach Abschluss der Lehrbuchphase selbstständig lateinische Originaltexte zu lesen. Pro Lektion sind etwa 30 bis 35 Vokabeln zu lernen. Die Erarbeitung des neuen Stoffs erfolgt in der Regel anhand eines Textes, der ungefähr 300 lateinische Wörter umfasst. Vorhandene Übungen dienen dem Textverständnis, der Textinterpretation, der Festigung des Wortschatzes und der grammatischen Inhalte. Zur Erläuterung der Inhalte der lateinischen Texte und zur Sachinformation werden Bilder und Sachtexte gegeben, die die römische Welt für die Schüler deutlich werden lassen.
Die Themen und Gegenstände der lateinischen Texte werden so gewählt, dass den Schülern verschiedene Bereiche römischer Kultur und römischen Lebens deutlich werden.
Zunehmend orientieren sich die Lehrbuchtexte an lateinischen Originaltexten. Die Erarbeitung grammatischer Phänomene beschränkt sich auf lektürerelevante Erscheinungen.
Da der erarbeitete und erlernte Wortschatz aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit bis zu diesem Zeitpunkt naturgemäß geringer ausfallen muss als in L6, wird in L8 im Anschluss an die Lehrbuchphase ein lateinisch-deutsches Wörterbuch (Stowasser) eingesetzt, das von den Schülern zur Erarbeitung lateinischer Texte und zur Erweiterung des Wortschatzes genutzt werden soll.


1.3 Latein als neu einsetzende Fremdsprache (ab Klasse 10 / EP)

Für viele Schüler, die in der Einführungsphase neu in das Gymnasium eintreten, besteht die Notwendigkeit, eine zweite Fremdsprache zu erlernen, sofern sie in ihrer bisherigen Schullaufbahn die Bedingung der Zweisprachigkeit nicht erfüllt haben.
Vornehmlich für Schüler, die diese Sprachbedingung noch erfüllen müssen, wird am Johannes-Kepler-Gymnasium in der Einführungsphase - ergänzend zu den Kursen für fortgeführtes Latein ab Klasse 6 und ab Klasse 8 - bei entsprechenden Anwahlen ein Kurs für Latein als neu einsetzende Fremdsprache eingerichtet.
In einem durchgehend vierstündig (drei 60-Minuten-Stunden)unterrichteten Grundkurs erlernen die Schüler zunächst in der Einführungsphase und Qualifikationsphase 1 (Q1) mit Hilfe des Lehrbuches „Latinum“, Ausgabe B die Grundzüge der lateinischen Sprache. Weitere Informationen zu diesem lehrbuch finden Sie oben unter "Latein als dritte Fremdsprache".


2. Phase der kontinuierlichen Lektüre

Allen Lateinkursen gemeinsam ist eine Phase der kontinuierlichen Lektüre, die sich an die Phase des Spracherwerbs anschließt. Diese Trennung bedeutet nicht, dass der Spracherwerb damit vollständig abgeschlossen sei; jedoch verschieben sich die Schwerpunkte deutlich zugunsten der Lektüre größerer unbearbeiteter Abschnitte aus Werken der lateinischen Literatur.

Dabei werden nicht nur die lateinische Sprache, sondern ebenso lateinische Texte und die lateinische Literatur eine wesentliche Rolle spielen, ebenso kulturelle und historische Hintergründe und Zusammenhänge der gelesenen Texte wie auch ihre Rezeption und Tradition. Ein wesentliches Merkmal dieser Phase ist auch die Erarbeitung fachspezifischer Methoden selbstständigen Arbeitens im Lateinunterricht.

Die zu lesenden Texte können einem weiten Spektrum unter Berücksichtigung der Neigung und der Befähigung der Schüler entnommen werden. Sie können sich z. B. erstrecken auf römische Dichtung (Erleben und Dichten – Welterfahrung in poetischer Gestaltung), auf die Redekunst und politische Betätigung (Beeinflussen, Überreden, Überzeugen – Rede und Rhetorik), auf römische Geschichte (Geschehen und Geschichte – Lateinische Geschichtsschreibung), auf Staatstheorie und Staatswirklichkeit (Die Auseinandersetzung mit Staat und Politik in lateinischen Texten), auf allgemeine Fragen der Menschen und unterschiedliche Antworten (Erkennen und Handeln – Antworten der Philosophie und Religion), auf allgemein menschliche Verhaltensweisen und den Alltag der Menschen in der Antike (Mensch, Kultur, Gesellschaft – Erfahrene Lebenswirklichkeit im Spiegel von Texten) sowie natürlich ebenso auf aktuelle Bezüge, da sich viele der heutigen Fragestellungen in lateinischen Texten schon finden lassen (Überlieferung und Gegenwart – Formen, Fragen und Sichtweisen lateinischer Texte in ihrer zeitübergreifenden Bedeutung). In der Qualifikationsphase orientiert sich die Lektüreauswahl an den jeweiligen Vorgaben für das Zentralabitur.

3. Latinum

Die drei am Johannes-Kepler-Gymnasium angebotenen Kurse können alle zum „Latinum“ führen, das noch immer für einige Studiengänge Studieneingangsvoraussetzung ist. Daneben reicht inzwischen in den meisten Fällen der Nachweis von Lateinkenntnissen.

Im Lateinlehrgang "L6" wird das Latinum ohne zentrale Prüfung erworben, wenn im Halbjahr EP2 der Kurs mit mindestens ausreichenden Leistungen abgeschlossen wird.

Im Lateinlehrgang L8 erwirbt man am Johannes-Kepler-Gymnasium das Latinum bei mindestens ausreichenden Leistungen (05 Punkte) am Ende des 2. Jahres der Qualifikationsqhase (Q2.2) ebenfalls ohne eine zentrale Erweiterungsprüfung.

Für den Lateinlehrgang L neu ist es dagegen deutlich aufwändiger, das Latinum zu erreichen: Zusätzlich zu dem durchgängig vierstündigen Grundkurs in der EP bis zum Abitur muss man sich einer Erweiterungsprüfung, bestehend aus einer zentral gestellten schriftlichen Klausur und einer mündlichen Prüfung, unterziehen. Die Vorbereitung auf diese Prüfung obliegt dem Prüfling, die dafür verbindlichen Vorgaben und Inhalte können den jeweiligen Vorgaben für das Zentralabitur entnommen werden. Ein mündliche oder schriftliche Abiturprüfung in Latein wird auf den entsprechenden Prüfungsteil der Erweiterungsprüfung angerechnet.

Das Latinum setzt voraus, dass Schülerinnen und Schüler insoweit zur historischen Kommunikation befähigt sein sollen, dass sie „lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvollerer Stellen (bezogen auf Autoren wie Cicero, Sallust, Livius oder auf vergleichbare andere Autoren) mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs in Inhalt, Aufbau und Aussage ... erfassen und dieses Verständnis durch eine sachlich richtige und treffende Übersetzung ins Deutsche nachweisen [können]. Hierzu werden Sicherheit in der für die Texterschließung notwendigen Formenlehre aus dem Bereich der römischen Geschichte, Philosophie und Literatur vorausgesetzt.“ (BASS 19-33 Nr. 3)

Schüler sollen bei der Zuerkennung der Anwartschaft auf das Latinum über die Kenntnis eines Grund- und Aufbauwortschatzes im Umfang von ca. 1700 Vokabeln verfügen, mit den zur Texterschließung notwendigen Formenlehre und den syntaktischen Strukturen vertraut sein, die grundlegenden Fachtermini kennen und anwenden, einige repräsentative Werke der lateinischen Literatur, darunter verpflichtend ein Werk Ciceros oder Caesars) kennen, auch inhaltlich anspruchsvollere Stellen sachlich und sprachlich angemessen ins Deutsche übertragen, den Inhalt und Aufbau von Texten erkennen und Stilmittel beschreiben und in Beziehung zur Aussageabsicht des Autors setzen können. Dazu benötigen sie Grundkenntnisse über die wichtigsten Stationen römischer Geschichte und Kenntnisse wesentlicher Aspekte römischer Zivilisation und Kultur, politischer und ethischer Leitbegriffe der Römer sowie einige Begriffe der antiken Rhetorik und Stilistik. Selbstverständlich dürfen der Bereich des Fortwirkens der lateinischen Sprache und Kultur, die Rezeption von Formen und Themen in lateinischer Literatur sowie die Beherrschung grundlegender Methoden der Texterschließung, Übersetzung und Interpretation sowie die Fähigkeit, benötigte Informationen auf angemessene Art und Weise zu beschaffen, sowie die Fähigkeit, Arbeitsergebnisse in angemessener sprachlicher Form darzustellen und zu präsentieren, dabei nicht fehlen.

Bei einem Auslandsaufenthalt sollte man wegen der Anwartschaft auf das Latinum grundsätzlich Rücksprache mit dem Lateinlehrer nehmen, um sich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren.

4. Organisation der Kurse in der Oberstufe

Alle Lateinlehrgänge können grundsätzlich über das Latinum hinaus fortgeführt werden. Unter Umständen kann es nötig sein, Kurse der Lehrgänge L6 und L8 nach der Jahrgangsstufe 10 (EP) zusammenzulegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Schüler aus einem Kurs L6, die die Anwartschaft auf das Latinum in der Regel am Ende der EP schon erworben haben, lediglich die gleichen Anforderungen noch einmal zu erfüllen haben: Hier wird durch Methoden der Binnendifferenzierung sichergestellt, dass ein sinnvoller Unterrichtsfortschritt gewährleistet ist.

Denkbar ist auch, dass ein Leistungskurs Latein eingerichtet werden kann, sofern sich genügend Schüler finden, die dieses Fach wählen.



Ludwig Kühs, Juli 2017


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