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Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren
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Tippliste für den Schulalltag zum Umgang mit ADHS-Kindern

 

-      Der Schüler muss spüren, dass der Lehrer bereit ist, sich für ihn zu engagieren; der Lehrer sollte authentisch sein. ADS-Kinder spüren sofort, ob man sie mag und ob man ihnen gewachsen ist.

-      Nicht moralisieren.

-      Mit Humor geht alles besser.

-     Frühzeitiges Intervenieren bei Störungen.

-      Ermahnen und Drohen nützen wenig bis nichts, steigern hingegen nur das Erregungsniveau, falls kein sofortiges Handeln erfolgt.

-      Bei Konfliktentstehung: Blickkontakt wegnehmen, Stimme senken.

-      Ruhig und sehr direktiv auf verbale Androhungen und Verweigerungsäußerungen des Schülers reagieren.

-      Möglichst wenig verbale Kritik des Verhaltens. Besser: z.B. nonverbale Verhaltensäußerung, um dem Kind Orientierung zu geben (wortloses Wegnehmen eines Gegenstandes; auf den Punkt im Heft deuten, wo es weiterarbeiten soll ... ).

-      Bei starkem Stören: zum Kind gehen; Blick- und ggf.

-     Körperkontakt herstellen; kurze deutliche, aber gelassene Zäsur setzen: »Stopp« oder humorvolle Bemerkung.

-      Intensive pädagogische, souveräne und das Kind achtende Führung praktizieren.

-      Regeln gemeinsam besprechen und einschließlich Sanktionen bei Fehlverhalten festlegen, prägnante Formulierung oder Piktogramme der Regeln im Klassenzimmer aufhängen.

-      Regeln hundertprozentig einhalten, nichts laufen lassen, bei Verstoß sofort ruhig einschreiten.

-      Der Lehrer sollte liebevoll stur sein.

-      Jeden Tag sich aufs Neue um eine positive Einstellung zum Kind bemühen.

-      Gelassen den Unterricht beginnen, beruhigende Elemente einbeziehen, Ruhe herstellen, um aufgewühlte ADS-Kinder zum Arbeitspunkt zu führen.

-      Lob bei Erfolg, aber auch bereits bei Teilfortschritten, ADS- Kinder benötigen häufiges Feedback.

-      Kinder nicht lächerlich machen oder bloßstellen.

-     Persönliche Absprachen mit dem betroffenen Kind treffen (geheimes Signal, um gedankliches Abdriften zu verhindern).

-      Sich auf keinen Fall provozieren lassen.

-      Der Umgang mit dem ADS-Kind hat Vorbildfunktion für die Klassenkameraden.

-     Gelassenheit - bitte nicht mit Gleichgültigkeit verwechseln -, innere Ruhe, nicht drängeln und viel Geduld aufbringen.

-      Im Sport oder bei sonstigen Aktivitäten darauf achten, dass durch Toben das Erregungsniveau nicht unnötig hochgefahren wird. Abhilfe: klaren Handlungsauftrag geben.

-      Bei Eklat: Den Schwer frühzeitig aus der Situation herausnehmen (»Time-out«), nach Beruhigung das Kind sofort wieder hereinholen, zum Tageston übergehen, nicht sofort die Situation besprechen. Besprechung unter vier Augen erst nach Senkung des Erregungsniveaus.

-      Strategien zur verbesserten Streitkultur mit Abstand zu Erlebnissen in Ruhe entwickeln.

-      Gutes bemerken, würdigen - Schlechtes ignorieren (falls keine Gefahr im Verzug ist).

-      Hineinrufen ignorieren.

-      Engagierter Unterricht, bei dem die Begeisterung des Lehrers von den Kindern gespürt wird.

-     Modulationsmöglichkeiten der Lehrerstimme gezielt nutzen, um die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten.

-     Handlungsorientierter, mit verschiedenen Materialien und unter Einbeziehung verschiedener Sinne abwechslungsreich gestalteter Unterricht, der Schülerinteressen einbindet.

-      Je unstrukturierter die Unterrichtsform, desto störender sind hyperaktive Kinder.

-     Individualisieren: Vereinbarungen zwischen Schüler und Lehrer/In (Geheimzeichen etc.). Förderstunden. Ggf. Binnendifferenzierung durch am augenblicklichen Leistungsstand angepasste Aufgaben bzw. entsprechenden Aufgabenumfang, wenn es die Klassensituation zulässt.

-     Partnerarbeit nach klaren Regeln mit geeignetem Kind.

-     Vorbildliche Tischnachbarn, Einfluss auf gute Gesellschaft nehmen.

-      »Qualität vor Quantität«: bei schriftlichen Arbeiten und Tests den Umfang überdenken.

-     Leistungsbewertung: Formen der Lernkontrollen variieren, Einbeziehung mündlicher Leistungen unter Beachtung von Problemlösungsfähigkeit und Kreativität.

 

-      Individuelle Gestaltung schriftlicher Prüfungen: arbeiten allein in gesondertem Raum, zur 1. Stunde, ggf. mit verlängerter Arbeitszeit, mit dem Computer, auf farbiges Papier mit leiser Musik ... schreiben lassen.

-     Strafschreibarbeiten fruchten meist nicht besonders:

-      Schreiben fällt dem Kind sehr schwer und gehört zu seinem problematischsten Bereich, es fühlt sich durch solche Strafen bloßgestellt und wird wahrscheinlich aggressiv reagieren, außerdem verlagert sich der Schulkonflikt nach Hause.

-      Fester Sitzplatz seitlich vorn im Klassenzimmer in Lehrernähe, in Umsetzungsarbeitsphasen möglichst keine Gruppentische, Einzelarbeitsplätze zur Verfügung halten.

-      Äußere Ordnung führt zu innerer Ordnung: Jedes Ding hat seinen Platz, Materialien sinnvoll reduzieren.

-      Nur was für die kommende Aufgabe benötigt wird, liegt auf dem Arbeitsplatz.

-     Tagesabläufe, folgende Unterrichtseinheit etc. mitteilen, um Sicherheit zu geben. Änderungen möglichst frühzeitig ankündigen.

-      Abfolgen anfangs markieren, da ADS-Schüler Probleme beim sequenziellen Arbeiten haben.

-      Eindeutige, knappe Arbeitsanweisungen mit Blickkontakt, ggf. Hand auf Schulter/Arm legen, sich der Aufmerksamkeit des Schülers versichern, evtl. Wiederholung der Anweisung durch den Schüler.

-      Klare Struktur bei Arbeitsblättern, Tafelbildern.

-      Farben, verschiedene Moderationstechniken oder Demonstrationen fesseln länger die Konzentration.

-      Übersicht erleichtern: Abdeckblätter, Karton mit Fenster, Klarsichtpfeile, Hefte mit großen Karos und Zeilenabstand, bunte Blätter einsetzen.

-     Kontinuierlich ermuntern, bestätigen.

-      Einerseits Zeit geben, andererseits zum Umgang mit der Zeit geduldig befähigen.

-      Kind möglichst kräftig in den Unterricht einbinden (Namen erwähnen, Blickkontakt, in seiner Nähe sein, drannehmen, kleine Aufgaben erteilen).

-      Dem ADS- Kind nonverbale Hilfestellungen während des Unterrichts geben (Signalkarten, Piktogramme, Checklisten).

-     Wiederholendes Üben in kleinen Portionen, Einbeziehung des vorher Gelernten in den Unterricht, Merkfähigkeit auch durch Erlebnisse, Eselsbrücken und Humor steigern.

-      Auf Ruhe in der Klasse achten.

-      Geleitete Bewegungsphasen einbauen.

-      Beim Aufstellen: ADS-Schüler am Anfang, am Ende der Reihe positionieren bzw. je nach Alter auch an die Hand nehmen.

-      Gezielt kleine Aufträge u. Besorgungen erledigen lassen (geordnete Bewegungsmöglichkeit und bei positivem Tun besondere Beachtung des Kindes).

-     Unauffällige und kaum störende Tätigkeiten/Bewegungen dem ADS-Schüler in Absprache mit Kollegen erlauben (z.B. Stifte anspitzen, kleine Zeichnungen).

-     Hausaufgabenbesprechung möglichst nicht zu Stundenende bei Aufbruchstimmung, Hausaufgabenhefter oder dgl. mit Abzeichnen einführen.

-     Hausaufgaben: Klar strukturiert; auf das Nötigste beschränkter Umfang beim Schriftlichen; inhaltlich lebensbezogen, spannend.

-     Regelmäßige Eltern-Lehrer-Gespräche möglichst über positive Entwicklungen.

-      Zusätzliche professionelle Aufsicht bei Ausflügen organisieren, falls erforderlich.


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