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Soziale und politische Verantwortung - Leitziel am Kepler




Erziehung zur Verantwortung ist eine zentrale Herausforderung und Kern der Identität des Kepler-Gymnasiums.
Mit dem Schulmotto „Lernen für die Zukunft“ – „Sachkompetent arbeiten, selbstverantwortlich gestalten, solidarisch handeln“ möchten wir diesen pädagogischen Auftrag besonders betonen.





Die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen zeigen, dass es zur Gegenwarts- und Zukunftsbewältigung sehr wichtig ist, soziale und politische Verantwortung in den Fokus zu rücken. Wir möchten, dass unsere Schüler/innen befähigt werden, Verantwortung gegenüber sich selbst, ihren Familien, der Schule, der lokalen, nationalen und globalen Gesellschaft und der Umwelt zu übernehmen und diese nachhaltig zu gestalten. Demokratieerziehung und gelebte Partizipation sollen dazu beitragen, dass unsere Schüler/innen sich ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend entfalten können und zur demokratischen Entwicklung der Gesellschaft beitragen können, denn demokratisches Verhalten ist nicht angeboren und Demokratie fällt nicht vom Himmel, sondern muss „erlebt“ und „erlernt“ werden.

„Gute Schulen sind immer demokratische Schulen“ (Peter Fauser).

Demokratielernen ist wesentliches Element in allen Unterrichtsfächern, dafür stehen aber auch Projekte der Schülervertretung, Projekte für politische Verantwortung wie Klassenrat, SoRSmC, Projekte der Historiker und der Theologen und beispielsweise Projekte der Sozialwissenschaftler: Wichtig sind Besuche im Stadtrat, beim Bürgermeister, im Landtag, in Berlin-Seminaren (Reichstag, Bundesrat inkl. Planspiel, Ministerien, Landesvertretung NRW, Holocaust-Mahnmal, Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen) und regelmäßige Europaseminare vor Ort in Brüssel (Besuch von EU-Parlament, Ministerrat, Kommission, NRW-Landesvertretung, AdR, EWSA). Zur Landtagswahl 2017 wurde erstmals eine breit angelegte Juniorwahl (550 TN) für die Stufen 9 – Q1 durchgeführt, ebenso zur Bundestagswahl 2017 (700 TN) für die Stufen 9 - Q2 wie auch eine Podiumsdiskussion mit Parteivertretern in der Schule, organisiert durch die LKs im Fach.

In diversen Projekten übernehmen Schüler/innen gesellschaftliche Verantwortung. Sie lernen ihre Mitwirkungsmöglichkeiten und -rechte kennen und schätzen, sind beteiligt im Schülerrat und Schulkonferenz und setzen sich dort regelmäßig für ihre Interessen ein, z.B. für einen Online-Vertretungsplan oder für regelmäßige Projekttage ein. Partizipation auf vielen Ebenen ist ein Zeichen unserer demokratischen Schulkultur. Schüler wählen ihre Sprecher basisdemokratisch, pflegen Kontakt zu Bürgermeister und Stadtrat, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern und die Bauwünsche der Schule voranzutreiben. Die SV organisiert ein Flüchtlingsprojekt, unterstützt ein Projekt der Stadt durch die Aktion „Rote Karte gegen Rechts“.

Täglich wird im Rahmen des Projekts Zeitung in der Schule (ZiSch) von Schüler/innen die Tageszeitung in der Schule ausgehängt. Eine Medien-AG (Kepler-Radio / Film) dokumentiert Projekte (Konzerte, Fahrten etc.) im „Kepler-Kanal“.

Die Schule hat sich außerdem den Gedanken „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ offiziell seit 2009 verpflichtet und führt jährlich Projekte mit der ganzen Schulgemeinschaft durch. Seit 2016/17 werden in Absprache mit den Schulgremien neue - stufenspezifische - Schwerpunkte verfolgt, die alljährlich angeboten werden: in der Stufe 5 „Vielfalt der Kulturen“, in der 6 „Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen“, in der 7 „Mediale Welt“, in der 8 „Geschlechterrollen“, in der 9 „Gesellschaftliches Miteinander“, in der 10 „Politische Verantwortung“, in der Q1 „Werte und Religionen“, in der Q2 „Zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Weitere Projekte folgen dem Leitziel: Wir sensibilisieren unsere Schülerinnen und Schüler für jede Form von Diskriminierung und unterstützen sie gemeinsam mit den Eltern in ihrer Entwicklung zu couragierten, toleranten und kritisch denkenden Persönlichkeiten.

Projekte der Historiker stehen unter dem Leitmotiv "Gegen das Vergessen".
Dazu gehört, dass gemeinsam mit der Stadt das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig unterstützt wird. Seit 2009 unternehmen die Historiker eine jährliche Fahrt in das KZ Buchenwald. Zeitzeugen mit Vorbildcharakter kommen in die Schule – so die NS-Verfolgten Sally Perel 2011, Erna de Vries 2013, Henriette Kretz 2016, Tschernobyl-Zeitzeugen 2017, eingeladen von den Theologen. Schüler und Lehrer erarbeiteten 2013 eine Ausstellung über das KZ-Außenlager in Lengerich.

Die Kinderkulturkarawane konfrontiert jährlich mit Problemen von Jugendlichen benachteiligter Länder. Ein Literaturkurs trat 2017 in der Stadthalle Osnabrück mit selbstgeschriebenen Theaterszenen zum Thema „One World - Flucht, Mobbing und Integration“ auf.

Beispielhaft seien hier in Bezug auf das Schulmotto „Wir legen besonderen Wert auf eine Erziehung zu sozialem und solidarischem Handeln – schulintern, lokal, global“ genannt:

Das schulinterne Projekt der "BuddYs“: Schüler/innen in der Ausbildung tun etwas für sich und helfen Jüngeren. Am Kepler-Gymnasium gibt es Streitschlichter, Sanitäter, Cyber-BuddYs als Medienscouts, Paten für die Unterstufe, Trust-BuddYs als Ansprechpartner/innen bei Mobbing und sexuellem Missbrauch – aktuell werden Sporthelfer/innen ausgebildet – aktiv u.a. im Pausensport, außerdem sind SprachenbuddYs – sogenannte LEMo-Sprachmentoren - seit 2017 im Einsatz, das sind Schüler/innen der Stufe 9, die 6er und 7er in der 2. Fremdsprache unterstützen. Gestärkt werden die Geforderten, aber auch die Geförderten.

Das lokale Projekt „Schau über den Tellerrand“: Hier sammeln alle Schüler/innen in der Fastenzeit für die Ibbenbürener Tafel. Im Vorfeld dieses jährlichen Projektes wird die gesamte Schulgemeinschaft durch Plakate, Flyer und Anschreiben über die bevorstehende Aktion informiert. In zwei Wochen vor Ostern werden Lebensmittel gesammelt. Die Klassenlehrer/innen motivieren und stehen den Schüler/innen organisatorisch zur Seite.

Ein Beispiel für globales Engagement ist das Nepal-Schulprojekt für das Dorf Lamidanda und seine Nachbardörfer, in dem sich alle Schüler/innen seit 2005 engagieren: Die Nepal-Förderung und der Nepal-Schulverein e.V. existieren bereits seit 2002 – regelmäßig fahren Lehrergruppen in den Herbstferien unter Beteiligung von Eltern und Schülern (fünf Schultrecks in 2005, 2009, 2010, 2013, 2015 – geplant 2018) nach Nepal, in jedem Jahr führt die gesamte Schule ein Spendenprojekt (Sponsorenlauf, Schulkirmes, Weihnachtsaktion…) durch – mit einem Spitzenergebnis von 143.000 € nach dem Erdbeben im April 2015. Im Regelfall wird eine Summe zwischen 5 und 15.000 € erwirtschaftet, was für einen Schulbau, Lehrmaterial, Lehrergehälter und ein Wasserkraftwerk in Lamidanda bis 2015 reichte. Leider ist fast alles dem großen Erdbeben zum Opfer gefallen und muss jetzt mühsam reaktiviert und wiederaufgebaut werden. Dafür unternimmt die Schule regelmäßig Spendenprojekte - z.B. einen Sponsorenlauf.

Die Unterstufe arbeitet in „Aktion Tagwerk“ für afrikanische Projekte, Schüler/innen übernehmen mit ihrem Engagement in diversen Aufgaben Verantwortung für sich und ihre Stadt. Beispielsweise tritt die Akrobatik-Gruppe „Hochstapler“ seit 2010 in Altenheimen und bei Stadtteilfesten auf.

Klassen beteiligten sich 2012 an der lokalen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und 2016 an der Kepler-Aktion „50 gute Taten“, in der jede Klasse / jeder Tutorenkurs eine gute Tat „verschenkte“ anlässlich des 50jährigen Schuljubiläums. Der Erdkunde-LK organisierte z.B. ein Fußballspiel mit Flüchtlingen und anschließendem geselligen Beisammensein.

Bereits in der Erprobungsstufe werden durch BuddYs, Beratungslehrkräfte und Fachlehrkräfte viele Projekte angestoßen, um einer Etikettierung von Schüler/innen vorzubeugen. Gleichzeitig werden die Schüler/innen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Dabei übernimmt das Trust-Projekt gegen sexualisierte Gewalt eine zentrale Rolle. Des Weiteren können Mädchen und Jungen getrennt in der Stufe 6 an mehreren Wochenenden an Selbstbehauptungstrainings unter Federführung des Jugendamts teilnehmen. Ältere Schüler/innen fungieren als Klassenpaten für die Kleinen und nehmen auch an Klassenfahrten bzw. den Klassengemeinschaftstagen für die Stufe 7 (Tradition seit 16 Jahren!) – ebenfalls unter Beteiligung des Jugendamts - teil.


Zur Würdigung besonderer schulischer Leistungen und besonderen sozialen Engagements wird jährlich ein Abiturient bzw. eine Gruppe von Abiturienten mit dem Heinz-Steingröver-Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 400 Euro dotiert. Heinz Steingröver war seit Gründung des Kepler-Gymnasiums Lehrer dieser Schule, 17 Jahre Schulleiter und 10 Jahre Bürgermeister unserer Stadt.



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