Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Aktuelles: Internationale Gäste am Kepler im Schuljahr 2019/20

Austauschschueler Cameron 2019 20 klein

                                                                                                                                                                                                                                             (Foto von Erik Schlieker Q1)

Auch dieses Jahr hat das Kepler Gymnasium wieder einen Gast aus dem Ausland. Cameron Thompson, welcher aus dem US-Bundesstaat Vermont kommt, wird dieses Schuljahr den Unterricht der zehnten Klasse besuchen. Der 16-Jährige wohnt während seines Aufenthalts bei der Familie Liebermann.

Cameron ist in Österreich geboren, zog jedoch als kleines Kind in die USA. Da er daraufhin die deutsche Sprache verlernte, hat er sich dazu entschieden, sein Auslandsjahr in Deutschland zu verbringen, um seine Sprachkenntnisse wiederzuerlangen. Durch das Parlamentarische Partnerschafts-Programm (PPP) wurde ihm dieser Traum ermöglicht. Bei dem organisatorischen Teil seines Aufenthaltes stand Herr Zobel ihm stets bei und half ihm, sich in den Unterrichtsalltag einzuleben. Amelie Brahm (EPa), die selbst das letzte Schuljahr in den USA verbracht hat, hilft ihm ebenfalls bei der Eingewöhnung am Kepler. Der größte Unterschied zwischen amerikanischen und deutschen Schulen besteht laut Cameron in den Unterrichtszeiten. An seiner Schule wird ein Unterrichtsfach jeweils für 75 Minuten unterrichtet. In seiner Freizeit hier in Ibbenbüren joggt Cameron und unternimmt viel mit den Liebermann-Brüdern Lasse (9b) und Mats (6c). Zwar verhalten sich die SchülerInnen Cameron gegenüber freundlich und hilfsbereit, jedoch wünscht er sich, öfter auf Deutsch, anstatt auf Englisch angesprochen zu werden, damit sich seine Sprachkenntnisse im Verlauf seines Aufenthaltes in Deutschland noch weiterhin verbessern. Wir wünschen ihm für die Zeit am Kepler und in Deutschland alles Gute!

Bericht von Pauline Lampe und Melina Wesemann (Kosmos-Redaktions-AG beide Q1)

 

 

Archiv: Internationale Gäste am Kepler im Schuljahr 2018/19

Wieder einmal können wir internationale Gäste am „Kepler“ begrüßen! Seit Anfang des neuen Schuljahres nehmen Brian (USA), Isabella (Dominikanisch Republik) und Isidora (Serbien) am Unterricht der Oberstufe teil. Ihre Gastfamilien, die alles versuchen, ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, fanden sie über YFU und AFS.

Was bewegt junge Leute wie sie, ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr in Deutschland zur Schule zu gehen? Für Isidora war die Entscheidung einfach: Ihre ältere Schwester hat vor 2 Jahren ebenfalls ein Auslandsjahr in Deutschland gemacht. Brian und Isabella reizte vor allem die Aussicht, ins Ausland zu gehen. Brian konnte an seiner Schule zwischen Deutsch und Französisch wählen – und fand Deutsch cool; außerdem traf er zwei deutsche Austauschschüler, die ihn mit ihrer Begeisterung für ein Austauschjahr ansteckten. Isabellas Interesse rührt daher, dass ihre Großmutter in Deutschland geboren wurde und ihre halbe Familie deutsche Wurzeln hat. Außerdem war eine ihrer Tanten auch „exchange student“ in Deutschland. Isabella, die ihre Schulausbildung bereits abgeschlossen hat, möchte gerne die deutsche Kultur kennenlernen und ihre Sprachkenntnisse verbessern.

A propos Sprache: Alle drei sind sich einig, dass Deutsch eine sehr schwere Sprache ist – obwohl sie alle schon in ihrer Heimat Deutsch gelernt haben: Brian und Isabella 3 Jahre, Isidora 6 Jahre. Aber 3 Artikel, 4 Fälle, die Konjugation der Verben – das ist schon eine Herausforderung! In unserem Interview kann Isidora sich schon gut auf Deutsch verständigen – kein Wunder: Im Serbischen gibt es sogar 7 Fälle!

In Ibbenbüren fühlen sich alle drei sehr wohl. Für Brian war die Umstellung auf den „German way of life“ nicht so groß, da er aus einem kleinen Ort in Ohio kommt, der noch etwas kleiner als Ibbenbüren ist. Anders war es für Isabella, die in der Großstadt Santiago zuhause ist, und Isidora, die mit ihrer Familie in der Metropole Belgrad lebt. Brian erzählt von seinen beiden Brüdern – der ältere geht bereits aufs College -, Isabella berichtet lebhaft von ihrer großen Familie („...a brother, a sister, 2 dogs, my parents, all in all a really big family“). Einerseits vermissen sie Familie und Freunde, andererseits genießen sie die neue Erfahrungen.

Die Schule erleben alle drei anders. Isidora findet den Schultag sehr lang. In Serbien dauert eine Unterrichtsstunde nur 45 Minuten – wie bei Isabella aus der Dominikanischen Republik - und spätestens um 14 Uhr gehen die Schüler nach Hause. Sie ist es nicht gewohnt, sich im Unterricht soviel beteiligen, „aktiv sein“ (wie sie es nennt) zu müssen. Isabella findet, dass die Art, wie Lehrer hier unterrichten, gar nicht so verschieden von dem ist, was sie von Zuhause kennt; nur das Notensystem dort ist anders – und dass man während einer Freistunde in der Schule bleiben muss, auch als Oberstufenschüler. Das ist in den USA an Brians Schule genauso. Er und Isabella finden das deutsche System liberaler und genießen die neugewonnene Unabhängigkeit. Brian hebt hervor, dass an amerikanischen Schulen alles „super-computerized“ ist – was nicht heißt, dass es immer klappt, wie er schmunzelnd erläutert.  Aber die Ausstattung der Schulen mit Whiteboards gehört zum normalen Standard und selbstverständlich hat jeder Schüler ein laptop und „you can post material online“.

Über das Leben in Deutschland können sie nach der kurzen Zeit noch nicht viel sagen, aber soviel ist sicher: Sie lieben die deutsche Küche! Currywurst, Schnitzel, Gulasch, Frikadellen, Kartoffeln in allen Variationen, Unmengen von Käsesorten... Und sie finden, dass die üblichen Stereotype von Deutschen – kalt, abweisend, unfreundlich, laut – überhaupt nicht zutreffen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass Deutsche zwar anfangs reservierter sind, wenn man sie näher kennenlernt, aber wirklich freundlich.

Gibt es etwas, das sie sich spontan wünschen würden? Isidora würde sich gerne weniger Sorgen um ihre Schullaufbahn in Serbien machen und die Zeit hier mehr genießen. Isabella und Brian haben keine besonderen Wünsche – oder vielleicht doch? „To learn German in a day“ sagt Isabella und lacht. Wir werden sicher wieder von ihnen hören, bevor sie uns verlassen, und sind jetzt schon gespannt, was sie nächstes Jahr wohl erzählen werden. Bis dahin wünschen wir ihnen einen schönen Aufenthalt bei uns und viel Glück!            

                              

 

Verantwortlich für die Inhalte dieser Seite: Christian Zobel

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