Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Deutscher Schulpreis 2018

Am 14. Mai ist der große Tag in Berlin: Dann wird der Deutsche Schulpreis 2018 vergeben. Auch das Johannes-Kepler-Gymnasium gehört zu den Nominierten.

JubelSchulpreisnominierung

 

Um 11 Uhr richten sich am Freitag im Lehrerzimmer des Johannes-Kepler-Gymnasiums die gespannten Blicke auf den Bildschirm. In den sozialen Medien verkündet National-Torwart Manuel Neuer per Videoaufzeichnung die 15 Finalisten für den Deutschen Schulpreis 2018. Schon nach wenigen Sekunden ist der Jubel groß: Das Kepler-Gymnasium hat‘s geschafft und ist damit ganz nah dran an den mit 25 000 beziehungsweise 100 000 Euro dotierten Preisen.

Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Zeitgleich zur Verkündung warten in der Aula 188 Zwölftklässler auf ihre Zulassung zum Abitur. Aber in den stressigen Vormittag mischt sich spürbar ein Hochgefühl bei Schulleiter Paul-Georg Weiser und seinen Kollegen. „Wir sind schon sehr stolz“, sagt Cornelia Bahlmann, die sich gemeinsam mit den Kollegen Margaret Hövermann-Mittelhaus, Hans-Dieter Mönninghoff und Konrektor Christoph Hagel-Grüner um die Bewerbung gekümmert hat. Viele Stunden Arbeit und rund 1000 Seiten Papier waren dafür nötig.

Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Schon die Auswahl unter die 20 Schulen, die Anfang Februar von einer Fach-Jury besucht und bewertet wurden, habe ihn und das Kollegium „hoch beglückt“, sagt Paul-Georg Weiser. Noch nie hat es ein Gymnasium aus der Region unter die Preisträger von Deutschlands höchst dotiertem Schulwettbewerb geschafft.

Vor wenigen Jahren hat das Kepler schon einmal seine Bewerbung in den Ring geworfen, damals erfolglos. Jetzt hielten Cornelia Bahlmann und ihre Kollegen die Zeit für gekommen, einen neuen Versuch zu starten. „Seit 2010 hat die Schule eine intensive Entwicklung erlebt“, sagt Bahlmann. Das neue Schulprogramm mit den Schwerpunkten soziale Verantwortung und eigenverantwortliches Lernen, die Vernetzung mit Firmen – all das ist in den vergangenen Jahren gewachsen und hat sich etabliert. „Wir haben einfach geglaubt, dass wir es schaffen können“, sagt Bahlmann, die weiß, „dass man für diesen Preis in allen Bereichen sehr gut sein muss“.

„Anerkennung der Arbeit im Kollegium“

Für Schulleiter Weiser ist die Nominierung unter die besten 15 eine „Anerkennung der Arbeit im Kollegium“. Als Lehrer bekomme man ja nicht so häufig derartige Rückmeldung. „Das ist eine schöne Bestätigung.“ Dennoch will Weiser mit Blick auf das große Finale am 14. Mai in Berlin „realistisch“ bleiben.

Sollte das Kepler-Gymnasium am 14. Mai zu den Preisträgern zählen, wäre schon klar, dass auf das Kollegium eine Menge weiterer Arbeit und vor allem viele Besuchstermine zukommen. Die Erfahrungen der bisherigen Preisträger hätten gezeigt, dass viele Schulen sich für das System der Sieger interessierten, sagt Bahlmann.

Sich auszutauschen und voneinander zu lernen ist eines der großen Ziele des Schulpreises. Schon mit der Auswahl unter die 20 Schulen, die von der Jury besucht wurden, hat sich das Gymnasium für ein Entwicklungsprogramm qualifiziert. Zwei Jahre lang erhält die Schule intensive Betreuung bei ihrer Weiterentwicklung. Das Gymnasium profitiere auf vielfältige Weise von der Teilnahme, so Bahlmann.

Anfang Februar hat die Jury das Kepler besucht und die Schule genau unter die Lupe genommen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Fachleute davon, dass so viele Absolventen von Haupt- und Realschulen in die gymnasiale Oberstufe aufgenommen und zum Abitur geführt werden.

Aber auch die Zusammenarbeit im Kollegium und die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler begeisterte die Jury. Insgesamt haben sich deutschlandweit 90 Schulen um den Preis beworben.

 

Die Nominierten:

  • Johannes-Kepler-Gymnasium, Ibbenbüren, Nordrhein-Westfalen
  • Annette-Gymnasium, Münster, Nordrhein-Westfalen
  • Karlschule, Hamm, Nordrhein-Westfalen
  • Matthias-Claudius-Schule, Bochum, Nordrhein-Westfalen
  • IGS List, Hannover, Niedersachsen
  • Montessori Fachoberschule, München, Bayern
  • Leonardo Da Vinci Campus, Nauen, Brandenburg
  • Gesamtschule Bremen Ost, Bremen
  • Schule an der Glinder Au, Hamburg
  • Stadtteilschule Winterhude, Hamburg
  • Walddörfer Gymnasium, Hamburg
  • Franz-Leuninger-Schule, Mengerskirchen, Hessen
  • Liebfrauenschule, Frankfurt a.M., Hessen
  • Eldenburg-Gymnasium Lübz, Lübz, Mecklenburg-Vorpommern
  • Evangelisches Schulzentrum Martinschule, Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

www.deutscher-schulpreis.de

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 23. März 2018

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