Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Präventionsausstellung zum Thema sexuelle Gewalt

Mittwoch, 27. Mrz. 2019 - 17:17 Uhr
von Ibbenbürener Volkszeitung (Redaktion)

Die Präventionsausstellung „Echt Krass! Wo hört der Spaß auf?“ zum Thema sexuelle Gewalt gastiert derzeit am Johannes-Kepler-Gymnasium. Die Schau ist noch bis zum 10. April zu sehen.

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Von Julia Kolmer

IBBENBÜREN. „Das Thema hat nicht an Brisanz verloren“, sagt Bärbel Gövert, Schulsozialarbieterin am Johannes-Kepler-Gymnasium. Schon vor drei Jahren kam Christoph Moormann, Schulseelsorger in Ibbenbüren, mit der Idee auf sie zu, die Präventionsausstellung „Echt Krass! Wo hört der Spaß auf?“ an die Schule zu holen. Vom 26. März bis zum 10. April ist jetzt die Ausstellung zum Thema sexuelle Gewalt des Petze-Instituts für Gewaltprävention gGmbH zu Gast am Kepler.

Die Wanderausstellung, die sich an die Schüler in der 9. Klasse und der Einführungsphase (EP) richtet, ist in fünf Themengebiete unterteilt. Stationen zu den Aspekten „Love & Hate“, „Law & Order“, „Sex Sells“, „Trial & Error“ und „Stop & Go“ geben den Jugendlichen nicht nur Informationen, sie laden zum Diskutieren ein.

Es werden beispielsweise Werbeanzeigen gezeigt, die die Jugendlichen bewerten sollen. Sie bekommen Informationen an die Hand, die ihnen bei ihrer Entscheidung helfen sollen. Aber letztendlich liegt das Urteil über die Bilder bei den Schülern selbst.

Die Besucher der Ausstellung sollen nicht nur mitwichtigen Informationen zum Thema sexuelle Gewalt versorgt werden. Zudem gilt es, die Intuition dazu, was akzeptabel ist und was nicht, zu stärken. „Die jungen Menschen sollen eine innere Haltung entwickeln“, sagt Moormann über die Ziele der Ausstellung. Und zwar zu Beziehungen und Liebe im Ganzen. Selbst Flirttipps gibt die Ausstellung. „Neben dem präventiven Teil gibt es einen stärkenden, damit Liebe gelingt“, so Moormann.

Thema aus der Tabuzone holen

Mit den Schülern der HR (Haupt-/ Realschule) ist schon die erste Klasse durch die Ausstellung gegangen. Die Schüler haben die Präsentation gut angenommen und viel diskutiert, berichtet Gövert. „Was ist in Ordnung, was nicht. Da hatten die Schüler auch unterschiedliche Ansichten.“

Am Abend wurde die Ausstellung am Johannes-Kepler-Gymnasium dann offiziell eröffnet. Bärbel Gövert dankte Christoph Moormann und Melanie Schulz, Praktikantin für Sozialarbeit an der Schule, für ihr Engagement.

Danach stellte sie die „Trust-buddYs“ vor. Das sind acht Schülerinnen der Klasse 9, die ehrenamtlich als erste Anlaufstelle für andere Schüler da sind, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind oder Wissen über eine Tat haben. Gövert hofft, dass die Hemmschwelle für Schüler niedriger sei, wenn sie sich anderen Schülern anvertrauen können. Die „Trust-buddYs“ begleiten auch die Klassen und Gruppen durch die Ausstellung.

Viel Lob erhielten die „Trust-buddYs“ von Melanie Westphal von der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder der Caritas und Barbara Kurlemann vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Sie waren zur Eröffnung eingeladen, um Instanzen in Ibbenbüren vorzustellen, an die sich Betroffene wenden können. „Es ist gut, dass das Thema aus der Tabuzone genommen wird“, sagt Kurlemann über die Ausstellung.

Die Präventionsausstellung findet auch bei den anderen Schulen in Ibbenbüren großen Anklang. 14 Klassen haben sich schon für einen Besuch angemeldet. „Das zeigt, dass Interesse und auch Bedarf an einer solchen Ausstellung da sind“, sagt Gövert.

Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. April, zwischen 10 und 12 Uhr kann die Öffentlichkeit die Ausstellung besuchen. Interessierte Gruppen können auch nachmittags einen Termin vereinbaren.

Ausstellung zur sexuellen Gewalt

Die Wanderausstellung „Echt Krass! Wo hört der Spaß auf?“ über sexuelle Gewalt wird vom Petze-Institut für Gewaltprävention gGmbH bereitgestellt. Mit der Ausstellung sollen Schüler ab der 8. Klasse an weiterführenden Schulen darüber informiert werden, was sexuelle Gewalt genau bedeutet. An mehreren Stationen können die Jugendlichen selbst Situationen und Probleme beurteilen und mit ihren Mitschülern darüber diskutieren, was akzeptabel ist und was nicht. Die Präventionsausstellung können sich Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe ins Haus holen.

IVZ vom 28.03.2019

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