Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Ehrung für das Kepler-Gymnasium bei der Adelheid Windmöller-Stiftung

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IBBENBÜREN. Jährlich findet der MINT-Wettbewerb der Adelheid Windmöller-Stiftung statt. Hierbei bewertet eine Jury aus Vertretern der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Kreis Steinfurt, der Windmöller & Hölscher Academy und der Adelheid Windmöller-Stiftung Projektideen von Schulen im MINT-Bereich unter den Kriterien Anspruch, Nachhaltigkeit, Aufwand, MINT-Bezug, Originalität und Art der Präsentation.

Insgesamt acht Schulen haben sich zu Windmöller & Hölscher in Lengerich aufgemacht, um der fünfköpfigen Jury ihr Projekt vorzustellen. Zu den diesjährigen Teilnehmern zählte erstmals auch das Johannes-Kepler-Gymnasium mit dem Bau eines Flippers als fächerübergreifendes Projekt der Fachschaften Informatik, Physik/Technik und Kunst. Ein Team aus mehreren Schülerinnen und Schülern hat hierbei unter der Leitung von Sven Göttsche, Technik-Lehrer am Kepler-Gymnasium, einen der drei ersten Plätze eingefahren, der mit 2500 Euro Preisgeld dotiert ist, heißt es in einer Presseinformation der Schule.

Ziel des Kepler-Projektes ist es, aus einem alten Spielfeld eines Flippers aus den 70er Jahren einen programmierbaren und selbstgebauten „Kepler“-Flipper herzustellen. In den 70er Jahren liefen solche Maschinen noch rein elektromechanisch, also ohne Chip oder Programmierung. Als Grundlage des Keplerprojekts dienen ein originaler, aber funktionsfähiger Flipper und ein zweites und identisches Spielfeld dieses Flippers, das mithilfe des Preisgeldes zu einem ganz modernen Gerät umgebaut wird.

Hierbei ist der Einsatz verschiedener Fachdisziplinen gefordert: Eine Gruppe von Informatikschülern ist für die Programmierung der Spielregeln zuständig. Dies läuft unter der Programmiersprache Python3 auf einem Raspberry Pi, einer Art Minicomputer. Für die Hardware sorgt ein Technik-Team, damit die Steuerung mittels Transistorschaltungen richtig ein- und ausgegeben wird.

Zusätzlich geht es hier auch um die gesamte Verkabelung, die richtigen Ströme und die Umsetzung der Programmierung, Tonausgabe usw. Voraussichtlich werden auch die Sounds des Gerätes selbst produziert. Darüber hinaus kümmert sich eine Gruppe der Kunst-AG um das Design und die Umsetzung mittels verschiedener Techniken, zum Beispiel Airbrush.

Da Flipper heutzutage kaum noch vorkommen, hat die Schülergruppe nach der Preisverleihung einen Nachmittag bei dem Verein „pinball4fun“ in Gronau zugebracht, einem Verein, der sich um Flipper aller Generationen kümmert, diese sammelt, restauriert und auch spielt. Dort wurden Flipper begutachtet, Regeln verschiedener Geräte verglichen und die Schüler haben Einblick in das Innere eines vollständig restaurierten Flippers erhalten.

Seitdem geht es mit vereinten Kräften an die Umsetzung: Umbau eines alten Flippergehäuses, Entkernen des alten Spielfeldes, Neuverkabelung mit LED, Designvorlagen ausprobieren, Programmierung der Bedienoberfläche und anschließende Regelentwicklung.

IVZ vom 29.02.2020

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