Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Jury des Deutschen Schulpreises zu Besuch

Hoher Besuch am Kepler-Gymnasium: Den prüfenden Fragen der Jury für den Deutschen Schulpreis stellten sich nun Schüler, Lehrer und Elternvertreter.

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Kurze Bilanz des Besuchs am Kepler-Gymnasium zogen einige der Jurymitglieder des Deutschen Schulpreises: (v.l.) Lennert Brinkhoff (Filmteam), Andrea Preußker, Senior Projektmanagerin der Robert-Bosch-Stiftung, und (v.r.) Wolfgang Berkemeier und Prof. Dr. Monika Buhl. Schulleiter Paul-Georg Weiser (Mitte) sprach allen Beteiligten Dank aus.

 

IBBENBÜREN. Sie haben scharf und präzise nachgefragt und mit allen gesprochen, die am Schulleben des Johannes-Kepler-Gymnasiums teilhaben. Die Jury des Deutschen Schulpreises traf sich in dieser Woche mit Vertretern der Eltern, mit Schülern, Lehrern, Schulleitung, dem Schulträger sowie mit Vertretern des Ehrenamtes und den beruflichen Kooperationspartnern. Und am Donnerstag standen Unterrichtsbesuche auf dem Programm.

Nachdem die Vorjury entschieden hatte, dass das Kepler-Gymnasium unter den 90 Schulen, die sich bewarben, zu den 20 Schulen mit Vorbildcharakter gehört, machte sich die Jury nun vor Ort ein Bild.

Donnerstag herrschte im Pädagogischen Zentrum des Kepler-Gymnasiums daher freudig-gespannte Stimmung vor, als die Jury im Beisein zahlreicher Gäste ein kurzes Fazit zog. „Man muss schon Einiges geleistet haben, um überhaupt mitmachen zu können“, stellte Projektleiterin Andrea Preußker von der Robert-Bosch-Stiftung heraus. Das Kepler-Gymnasium könne sich mit den besten Schulen Deutschlands messen, das sei „wie Bundesliga“. Der Hauptpreis ist mit 100 000 Euro dotiert, weitere 200 000 Euro verteilen sich auf die Plätze zwei bis fünf. Aber alle sind Teil des zweijährigen Förderprogramms zur Schulentwicklung.

 

Noch neun Schulen auf dem Programm

„Nun werde die Jury „hitzig diskutieren“, wer am 14. Mai bei der Preisverleihung den Deutschen Schulpreis bekommen wird. Allzu viel wollte die Jury natürlich nicht preisgeben. Dies war der 11. Schulbesuch der Jury, neun Schulen werden sich die ausgewiesenen Fachleute noch ansehen.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury aber davon, dass so viele Absolventen von Haupt- und Realschulen in die gymnasiale Oberstufe aufgenommen und zum Abitur geführt werden. 86 Prozent derer, die vor zwei Jahren als Seiteneinsteiger in die Oberstufe kamen, haben das Abitur geschafft. „Das ist eine hohe Quote“, sagte Jurymitglied Wolfgang Berkemeier, ehemaliger Leiter des Erich-Gutenberg-Berufskollegs in Bünde.

Fotostrecke: Jury des Deutschen Schulpreises am Kepler (alle Bilder von Cornelia Ruholl, IVZ) 

Beeindruckt zeigte sich Prof. Dr. Monika Buhl, Professorin für Schulpädagogik am Institut für Bildungswissenschaft der Uni Heidelberg, auch von der Art und Weise, wie aus zwei Gruppen eine Schülergemeinschaft wird und „welch tolle Leistungen erreicht werden“. Das sei „besonders im Bereich Kunst aufgefallen“, aber auch in Mathematik. Und auch, dass es so viele sozialwissenschaftliche Leistungskurse gebe, freute die Politikwissenschaftlerin. Beeindruckt sei man aber nicht nur von den klassischen Fachleistungen, sondern auch davon, wie die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler gestärkt werde, die Schüler in ihrem Selbstkonzept unterstützt werden.

 

Stadt könne „sehr stolz sein“

Berkemeier zeigte sich besonders angetan davon, „wie das Kollegium zusammenarbeitet“, wodurch die Lehrer auch in der Lage seien, Schülern wertschätzend zu begegnen. „Der Fördergedanke wird sehr groß geschrieben.“ Und zu den Seiteneinsteigern: „Sie können hier reifen und wachsen und ihr Ziel erreichen.“

Mit einem Wunsch wandte sich Berkemeier auch an die Stadt als Schulträger: „...dass diese Schule möglichst viel Unterstützung von außen bekommt durch Schulträger und Schulaufsicht“ und dass man dieser Schule mehr Flexibilität, Spielräume und Ressourcen geben möge. Die Stadt könne „sehr stolz sein, eine solche Schule in ihrem Bereich zu haben“.

Schulleiter Paul-Geog Weiser stand die Freude im Gesicht geschrieben: „Wir wollen uns heute mal alle gegenseitig danken“, sagte er und lobte seinerseits , dass es ein „besonderes Maß an Kollegialität“ am Kepler-Gymnasium gebe.

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Federführend vorbereitet worden war die Schulpreis-Bewerbung von Cornelia Bahlmann und Hans-Dieter Mönninghoff.

 

Dem Lernen Flügel verleihen!

„Dem Lernen Flügel verleihen!“ Unter diesem Motto steht der Deutsche Schulpreis, den die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung im Jahr 2006 ins Leben gerufen haben.

Vielen Schulen in Deutschland gelingt es, für das Lernen zu begeistern und Schule als Ort des Staunens zu gestalten. Sie setzen Kreativität frei, lassen Lust an Leistungen entstehen, stärken Lebensfreude und Lebensmut, fördern selbstständiges Lernen und erziehen zu Fairness und Verantwortung. Diese hervorragenden Schulen sind pädagogisch richtungsweisend. Damit ihre Konzepte und Ideen auch für andere Schulen wirksam werden können, brauchen sie öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Deshalb wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen. Um diesen herausragenden Schulen auch mediale Öffentlichkeit schenken zu können, kooperiert der Deutsche Schulpreis mit ARD und DIE ZEIT Verlagsgruppe. Grundlage des Wettbewerbs ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in den sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. https://www.deutsche-schulakademie.de/schulpreis/

 

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 3. Februar 2018

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