Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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15-jährige Hobby-Fotografen starten durch

Kepler-Schüler wollen Agentur gründen

Mittwoch, 31. Okt. 2018 - 16:18 Uhr
von Linda Braunschweig

Ein Tag ohne Kamera in der Hand? Gibt‘s bei Erik Schlieker und Nico Ahmann eigentlich nicht. Die beiden 15-Jährigen sind leidenschaftliche Hobby-Fotografen. Noch. Denn wenn es nach den Kepler-Schülern geht, dann stellen sie ihr Freizeitvergnügen im kommenden Jahr auf professionelle Füße.

Ahmann Schlieker

Nico und Erik wollen eine GbR gründen, wenn sie 16 Jahre alt und damit voll geschäftsfähig sind.

 

Aber schon jetzt fotografieren die beiden, was das Zeug hält. Nico ist Sportfotograf bei zwei Vereinen, Erik liebt Landschaftsbilder. Beide halten mit der Kamera fest, was an ihrer Schule und in der Stadt so alles passiert und betreiben zudem mehrere Homepages, machen bei Twitter und Instagram auf sich aufmerksam. Unter anderem dokumentieren sie auf der Plattform www.ibbnow.de die Veranstaltungen in ihrer Heimatstadt Ibbenbüren. Daneben gehen die Schüler regelmäßig auf gemeinsame Fototouren, zuletzt waren sie am Bodensee. Ins Leben gerufen haben Erik und Nico zudem die Foto-AG am Kepler, wo sie derzeit zehn Mitschülern aus unterschiedlichen Jahrgängen das Fotografieren näher bringen oder für interessante Motive sorgen, beispielsweise bei Führungen durch Firmen in Ibbenbüren und Umgebung.

Angefangen hat die Leidenschaft bei beiden bereits im Kindesalter. „Da habe ich viel an den Wochenenden oder im Urlaub fotografiert“, sagt Erik. Die ersten Kameras waren vielleicht ältere Modelle, die weckten aber nicht weniger die Begeisterung dafür, Momente per Bild festzuhalten.

Eher zufällig erfuhren die Kepler-Schüler von der Fotografie-Begeisterung des jeweils anderen. Eine erste gemeinsame Fototour war schnell geplant. Seitdem gehen die beiden ihrem Hobby gemeinsam nach, wobei Nico vor allem die Veranstaltungen und Termine plant und sich dem Thema Datenschutz widmet, während Erik sich um die Aktualisierungen und Gestaltung der Auftritte im Netz kümmert.

Ihre Bilder machen deutlich: Die Jungs kennen sich nicht nur mit der Technik ihrer Kameras bestens aus und beherrschen die Bearbeitungsprogramme, sie haben auch den Blick fürs Motiv. Nico spielt zum Beispiel gerne mit Licht und Schatten.

Weißabgleich, ISO-Werte, goldender Schnitt – all das haben sich die Jugendlichen selbst beigebracht oder dazu im Internet nach Tutorials gesucht. „Da lernt man alles, was man braucht“, sagt Erik, dessen ganzer Stolz zurzeit seine Canon Eos 70D ist, während Nico die Nikon D3200 kaum aus der Hand legt. Ein nicht ganz billiges Hobby ist das ganze. „Zum Glück gibt‘s Weihnachten und Geburtstage“, sagt Erik schmunzelnd. Und natürlich ist da auch jetzt schon mal die ein oder andere Aufwandsentschädigung, wenn die Jungs eine Hochzeit oder andere private Feiern fotografieren.

Von ihrer gerade absolvierten viertägigen Bodensee-Tour haben die beiden Fotografen jeweils mehrere Tausend Bilder mitgebracht. Nach Auswahl der besten und deren Bearbeitung werden rund 100 bei jedem überbleiben. „Die Ansprüche steigen natürlich“, sagt Erik. Die Kommentare der Nutzer im Internet sind der Lohn für viele Stunden vor dem PC. Und was macht bei alldem so viel Spaß? „Man kann Momente festhalten und zu jedem Bild gibt es eine Geschichte zu erzählen“, sagt Erik. „Und es ist total spannend, herumzuexperimentieren.“ Nico, der vor allem die Dynamik der Streetfotografie sowie Architekturfotos mag, sieht das ähnlich.

In der Schule sind die Fotografen inzwischen richtig gefragt, müssen manchmal sogar Unterricht nachholen, weil sie mal wieder mit den Kameras im Einsatz waren. Trotz aller Professionalität, hauptberuflich wollen die beiden die Fotografie zumindest nach jetzigem Stand später nicht betreiben: Nico will Polizist werden, Erik Mediengestalter. Aber wer weiß...

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 1. November 2018

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