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Ausstellung „Kunst trifft Bergbau“ ab sofort im Rathaus zu sehen

Erinnern in Realität und Fiktion

Dienstag, 16. Okt. 2018 - 17:00 Uhr
von Anke Beiing

Hopsten Ausstellung 2018

Sie war bereits in Ibbenbüren, Hörstel, Mettingen, Recke und Westerkappeln: Jetzt beschließt die Wanderausstellung „Kunst trifft Bergbau“ ihre Reise durch die Kohlekommunen der Region in Hopsten. Bis Freitag, 2. November, können sich alle Interessierten 21 ausgewählte Bilder zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses im Ratssaal anschauen.

„Es geht darum, dass wir den Bergbau würdig verabschieden“, erklärte Bürgermeister Winfried Pohlmann am Dienstagnachmittag, als alles fertig aufgebaut war. „Das tut die Ausstellung.“ Und sie tut noch mehr. Zur Erinnerung an den Bergbau verbindet sie nämlich Realität mit Fiktion. Und das kam so: Im Grundkursus Kunst der Stufe Q2 am Ibbenbürener Johannnes-Kepler-Gymnasium war der Künstler Gerhard Richter Thema. Er nimmt Fotografien als Basis für seine Gemälde, und genauso haben es die Schüler gemacht. Zwei Jahrgänge hintereinander haben Grubenfahrten unternommen, unter Tage typische Szenen fotografiert und sie anschließend mit mehr oder weniger Farbe in tolle Kunstwerke verwandelt. Mehr als 50 Motive sind auf diese Weise entstanden. Übrigens: Die jungen Künstler haben inzwischen allesamt ihr Abitur in der Tasche.

„Ich freue mich, dass sich die Bevölkerung für das Ende des Bergbaus interessiert“, sagte Winfried Pohlmann, der sich in Sachen Strukturwandel inzwischen gut aufgestellt fühlt. Dennoch habe der Bergbau den ganzen Landstrich und auch die Menschen geprägt, erklärte er. „Viele Schüler haben sich auch intensiv mit ihrer persönlichen Geschichte auseinandergesetzt“, berichtete Kunstlehrerin Evelyn Renken, die die Schüler betreut hat. Das Thema Bergbau sei eben generationenübergreifend in den Familien der Region verankert, ergänzte Christoph Hagel-Grüner, stellvertretender Leiter des Kepler-Gymnasiums.

Dass sich die jungen Menschen mit dem Thema auseinandergesetzt haben, freute zudem auch Monika Balter aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der RAG. Und Laura Woolfenden, Projektleiterin „schicht:ende“ bei der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, erklärte: „Ich freue mich, dass die Ausstellung auch in Hopsten geklappt hat, obwohl man es nicht immer gleich mit dem Bergbau in Verbindung bringt.“

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 16. Oktober 2018

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