Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Das Schlimmste ist schon geschafft

Das Schlimmste ist für Linus Altemöller, Thomas Kölker und Laura Toniazzo schon vorbei. Es hieß Bio, Chemie und Erdkunde. Die drei Kepler-Schüler stecken mitten in der Prüfungsphase fürs Abi – so wie Hunderte weitere angehende Abiturienten im Tecklenburger Land. Zwei Klausuren und die mündliche Prüfung liegen noch vor ihnen. Wie steht‘s um den Lernstress?

Lernstress

IBBENBÜREN. Puuuh, der Auftakt ist schon mal geschafft: Vor einer Woche haben Linus Altemöller, Thomas Kölker und Laura Toniazzo ihre erste Abitur-Klausur geschrieben. Chemie, Geschichte und Biologie hieß das für die drei Kepler-Schüler. Und damit ist gefühlt das Schlimmste für die angehenden Abiturienten schon überstanden, denn alle Drei hatten vor diesen Fächern den größten Respekt. In der kommenden Woche folgt nun für alle Drei das Fach Deutsch, bevor Anfang Mai Mathematik und Mitte Mai die mündlichen Prüfungen anstehen. Die Prüfungsphase im Abitur: Stress pur oder alles easy? Das wollten wir von den Kepleranern wissen.

„Für Chemie habe ich schon so viel gelernt wie vielleicht noch nie“, sagt Linus, während Thomas sich durchaus an die ein oder andere Geschichtsklausur erinnern kann, die für ihn ähnlich viel Aufwand bedeutete wie die Prüfung in der vergangenen Woche. Dennoch sind alle recht entspannt in den Klassenraum gegangen. „Ich habe gedacht, entweder es funktioniert oder nicht“, sagt Laura Toniazzo. Die 17-Jährige aus Riesenbeck hat ein ehrgeiziges Ziel, das ihr genug Motivation zum Lernen verschafft: Sie möchte Tiermedizin studieren. „1,2 oder 1,3 wäre schon gut“, sagt sie. Für Deutsch wird die Riesenbeckerin aber nicht nur deshalb mehr Zeit investieren, es ist zugleich ihr Leistungskurs. „Da ist der Umfang größer“, sagt sie.

Thomas Kölker hat sich vorgenommen, bis zur Deutsch-Klausur jeweils Mathe und Deutsch im Wechsel zu pauken. Dafür hat er sich einen Plan gemacht. Eigentlich könne er sich das auch so merken, sagt der 18-Jährige grinsend, einen Tag Deutsch, einen Tag Mathe. Aber es aufzuschreiben sieht halt auch ganz gut aus. Für Mathe jedenfalls wird er in den kommenden Tagen zahlreiche Aufgaben rechnen, in Deutsch die Inhalte anschauen.

Stress machen sich alle Drei nicht mit der Paukerei. Schließlich hätten sie nun auch genug Zeit zum Lernen, sagt Linus. „Selbst wenn ich bis 10 Uhr schlafe und mir zwischendurch Zeit zum Chillen und abends fürs Fußballtraining nehme, bleiben noch genug Stunden am Tag zum Lernen“, sagt der 19-Jährige aus Mettingen. „Vor Geschichte habe ich schon mal gedacht, dass es eng wird“, gibt Thomas zu. „Das war eine Menge Stoff.“ Aber die Klausur ist ja nun glücklicherweise abgehakt.

Nach der jüngsten Diskussion um „zu gute“ Abiturnoten: Für wie schwierig halten die Drei das Abitur? „Größtes Problem ist eigentlich der Umfang des Stoffes, das alles auswendig zu lernen, weniger die Aufgaben nicht zu verstehen“, sagt Laura.

Linus kommt seine naturwissenschaftliche Begabung zu Gute. Das sorge in Fächern wie Chemie, Physik und Mathe für gute Noten. „Aber man kann sich sein Abitur auch so zurechtschustern, dass man es wirklich nur mit viel lernen schafft.“ Thomas: „In manchen Fächern kann man da gut durchkommen. Aber in anderen Fächern muss man eben richtig nachdenken.“ Und natürlich lassen sich die Prüfungen bedingt durch das Zentralabitur mitunter recht gut vorbereiten. „Für Chemie habe ich mir ein Heft gekauft, in dem alle Abituraufgaben bis 2013 drinstanden. Die habe ich alle durchgearbeitet“, sagt Linus. Auch könne man beispielsweise in Geschichte davon ausgehen, dass spezielle Dinge aus dem Unterricht, besondere Historiker zum Beispiel, nicht in der Prüfung vorkämen, weil sie sicher nicht NRW-weit durchgenommen worden seien, sagt Thomas. „Das lässt sich abschätzen.“

Und dann wären da ja noch die mündlichen Prüfungen. Sozialwissenschaften, Erdkunde und Physik stehen da bei Laura, Linus und Thomas auf dem Plan. Haben sie da mit Nervosität zu kämpfen? „Ich finde das nicht schwieriger, das ist wie eine Klausur-Aufgabe, dann muss man das nur mit dem verknüpfen, was man im Unterricht hatte.“ Die mündlichen Prüfungen würden ja auch von den Fachlehrern vorbereitet. „Das wird schon was sein, was wir mal durchgenommen haben“, sagt Thomas. „Die wollen uns ja auch keinen reinwürgen“, hofft er. Übrigens: Auf Glücksbringer in den Klausuren verzichten die drei Schüler. „Das nimmt ja nur Platz auf dem Tisch ein“, sagt Linus.

Sowohl Laura als auch Thomas und Linus rechnen mit einer Eins vor dem Komma. Ob das klappt, erfahren sie Ende Mai. Bis Oktober haben die dann Ex-Schüler ein wenig Freizeit, die sie mit Arbeiten füllen wollen. Dann beginnt das Studium. Und dann heißt es erst recht: lernen, lernen, lernen.

 

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 18. April 2018

 

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