Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Proben unter Hochdruck

Mittwoch, 26. Feb. 2020 - 15:24 Uhr
von Linda Braunschweig

smo2020

Am Freitagabend hebt sich im Bürgerhaus der Vorhang für „Die Zauberflöte“, aufgeführt von Schülern des Kepler-Gymnasiums. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und bei der Hauptprobe stehen erstmals Orchester und Sänger gemeinsam auf der Bühne.

Die Flöte! Ausgerechnet. Während der Hauptprobe am Mittwochvormittag im Bürgerhaus ist das namensgebende Instrument plötzlich nicht auffindbar. Tamino (Silas Gräbert) greift als Ersatz schnell zu einem kleinen Metallrohr. Zeit zum Suchen ist jetzt nicht. Die Proben sind im Verzug, die Zeit ist knapp. Alle singen und spielen auf Hochtouren. An diesem Mittwoch sind Orchester und Sänger der Oper „Die Zauberflöte“, die am Freitag Premiere feiert, zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und im Orchestergraben darunter. Mit Uwe Berkemer, künstlerischer Leiter des 1. Ibbenbürener Opernfestivals, und Regisseur Marcus Grolle gehen sie das gesamte Stück durch, das bei der Aufführung drei Stunden lang ist. Die Proben allerdings dauern deutlich länger.

Zum ersten Mal Orchester und Sänger zusammen

„Das liegt in der Natur der Sache: Hauptprobe heißt zum ersten Mal Orchester und Sänger zusammen und das müssen wir jetzt zusammenbasteln“, sagt Uwe Berkemer, dem im Orchestergraben unter und vor der der Bühne im Bürgerhaus ordentlich warm wird. Er muss in dieser Woche nicht nur Musik und Gesang zusammenbringen, sondern auch die Musiker in seinem Orchester. Denn das besteht aus den Streichern des Caucasian Chamber Orchestra aus Georgien und Bläsern und Schlagwerk des Landesmusikgymnasiums Rheinland-Pfalz in Montabaur. Berkemer gibt Anweisungen auf Deutsch, Georgisch und Englisch.

Tee und dicke Schals

Monatelang haben sich die Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums auf die drei Auftritte am Freitag, Samstag und Sonntag vorbereitet. Seit Montag wird von morgens bis abends geprobt. Die Sänger auf der Bühne, das Orchester in der Garderobe. Aaron Hinnah, Jonas Engelsberg und Zoe Bosse alias Papageno, Monostatos und Königin der Nacht haben dicke Schals um und Teebecher in der Hand. Die Mammutproben der vergangenen Tage stehen ihnen ins Gesicht geschrieben. „Man muss die ganze Zeit aufmerksam bleiben“, sagt Aaron. Wir wussten, dass es schwierig wird, aber dass es so anstrengend sein würde, haben wir nicht gedacht“, gibt er zu.

Am Donnerstag heißt es: „Entspannung“

Am Donnerstag haben die Schüler noch einen Tag zum Ausspannen. Dafür hat Uwe Berkemer extra einen Entspannungscoach engagiert, der auf Yoga-Basis den Schülern beim „Runterfahren“ helfen soll, wie Uwe Berkemer sagt. Proben sind am Donnerstag nicht möglich, weil das Bürgerhaus dann für die Schlager-Hitparade benötigt wird. Am Freitag bauen alle gemeinsam das Bühnenbild mit den riesigen Treppen wieder auf. Am Abend um 19.30 Uhr hebt sich dann der Vorhang. Und bis dahin ist sicher auch die Flöte wieder da.

IVZ vom 27.02.2020

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